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Nordkreis Altbürgermeister setzt den Burgwald in Szene
Landkreis Nordkreis Altbürgermeister setzt den Burgwald in Szene
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18:46 05.07.2022
Der Heidenstein soll in vorchristlicher Zeit Versammlungsort gewesen sein.
Der Heidenstein soll in vorchristlicher Zeit Versammlungsort gewesen sein. Quelle: Foto: Karl Krantz
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Burgwald

Dieses Mal geht es um den Burgwald, über den es schier endlose Geschichten zu erzählen gibt, der so viele Geheimnisse birgt und mit unglaublicher Natur zu beeindrucken weiß. Der Film vermittelt geballtes Wissen, Anekdoten und Begebenheiten aus der Geschichte – alles in sehr leicht verdaulichen Häppchen geteilt und untermalt mit sagenhaften Aufnahmen aus der Flora und Fauna des Waldes.

Immer wieder gelingt es Krantz, ganz verschiedene Tiere und Insekten vor die Linse zu bekommen, sie ein Stück weit bei ihrem Tagwerk zu beobachten. Und weil er sich immer vorsichtig und umsichtig bewegt, gelang es ihm sogar, echte Hexen zu filmen, zu denen es auch viele Geschichten zu erzählen gibt. Wie bei seinen bisherigen Filmen auch nahm sich Krantz ausreichend Zeit, besuchte den Wald mehrfach, um dann aus einem großen Fundus an Rohmaterial einen Film zu schneiden, der immer wieder zu überraschen weiß. Und der Film beweist einmal mehr, dass Menschen, die behaupten, den Burgwald zu kennen, immer und immer wieder mit völlig Unbekanntem konfrontiert werden können.

Zweimal wehrte der Wald seine Durchschneidung ab. Einmal sollte die Autobahn 4 dort eine Trasse finden, und ein paar hundert Jahre zuvor hatte Landgraf Carl von Hessen-Kassel die Idee, Lahn und Weser mit einer künstlichen Wasserstraße zu verbinden. Doch wurden bis zu seinem Tod 1730 nur knapp 20 Kilometer Kanalbau verwirklicht, danach das Projekt aufgegeben. So kam es dann auch nie östlich der Wohra zu Bautätigkeiten, die sicher Einfluss auf den Burgwald genommen hätten.

Krantz führt seinen Film auch Gesellschaften vor

„Der Burgwald mit seinen Mooren, Tümpeln und vielen anderen Sehenswürdigkeiten ist sicher ein einzigartiges Fleckchen in unserem Landkreis und natürlich auch im Nachbarlandkreis Waldeck-Frankenberg. Und so oft man dort ist, gibt es immer wieder schöne Dinge zu entdecken“, sagt Karl Krantz. Bei seinen Recherchen griff er auch auf einen wahren Kenner des Burgwaldes zurück: Walter Holzapfel aus Niederasphe, der unter anderem dem Geschichtsverein in Münchhausen vorsteht. Im Burgwald gibt es zahlreiche Steine, Kreuze und sonstige Markierungen, die entweder an ein Ereignis erinnern sollen oder selbst Bestandteil einer Geschichte sind. Und ja, es gibt auch seltsam anmutende Dinge zu entdecken, etwa einen alten Panzer.

Der Film ist kurzweilig, besticht durch schöne Kamerafahrten, aufgepeppt von Sequenzen aus der Luft, gedreht mittels Drohne. Besonders beeindruckend ist die Kamerafahrt entlang der Stämme der höchsten Bäume. „Das war auch nicht ganz ohne“, gibt Krantz zu. Aber eine ruhige Hand an der Steuerung der Drohne sorgte für ein echtes Highlight. Die Arbeiten zum Film hatten für Krantz dieses Mal noch einen besonderen Nebenaspekt: „Die Pandemie konnte man im Wald tatsächlich komplett ausblenden.“

Kontakt

Gerne zeigt Karl Krantz seinen neuen Film zur Unterhaltung von Gesellschaften. Wer Termine vereinbaren will, meldet sich bei ihm unter der Telefonnummer0 1 52 / 88 93 244.

Von Götz Schaub

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