Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Nordkreis Ein Schritt hin zur papierlosen Verwaltung
Landkreis Nordkreis Ein Schritt hin zur papierlosen Verwaltung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:58 01.02.2021
Hauptamtsleiterin Jane Hauer und Bürgermeister Dr. Jens Ried stellen die neue Homepage der Gemeinde Cölbe vor.
Hauptamtsleiterin Jane Hauer und Bürgermeister Dr. Jens Ried stellen die neue Homepage der Gemeinde Cölbe vor. Quelle: Foto: Ina Tannert
Anzeige
Cölbe

Eine Verwaltung ohne Papierflut, weder für die Mitarbeiter noch für die Bürger – das versucht die Gemeinde Cölbe umzusetzen und bringt dazu mit einer neu gestalteten Homepage einen weiteren Baustein an den Start.

Einen Antrag stellen, Formulare bearbeiten, eine Geburtsurkunde beantragen und weitere Dienstleistungen, die ein Rathaus anbieten muss, sollen künftig auch rein digital zu bearbeiten sein.

Und zwar in beide Richtungen: Es gehe künftig nicht mehr darum, wie es häufig in Kommunen noch der Fall ist, dass Bürger zwar online Formulare abarbeiten, dann aber ein Schreiben aus Papier im Briefkasten finden: „Das ist nicht der Sinn der Digitalisierung, es wird hier künftig alles digital abgewickelt“, berichtet Hauptamtsleiterin Jane Hauer bei einer Vorstellung der neuen Homepage, die heute online geschaltet wird. Beispiel Geburtsurkunde: Die kann der Bürger digital bestellen, die Gemeindeverwaltung wickelt den Vorgang dann im eigenen System digital ab und informiert den Antragsteller online, wenn die gewünschte Urkunde – die er dann doch noch in analoger Form braucht – zur Abholung bereit liegt. Auf Wunsch kann die einmal auch ganz kontaktlos in einem geplanten „Smart Terminal“ abgeholt werden. Das ist ein in mehrere Fächer unterteilter Kasten, der vor dem Rathaus aufgestellt werden soll und ähnlich wie eine Poststation funktioniert.

Der Antragsteller erhält online einen Code und kann durch diesen die bestellte Geburtsurkunde oder eben andere Dokumente in einem der Fächer abholen. Dort liegen die etwa eine Woche bereit. „Das einzige, wofür die Bürger noch herkommen müssen, ist die Abholung des Dokuments“, erklärt Bürgermeister Dr. Jens Ried.

Seit Oktober arbeite die Gemeinde an der Umstellung der Homepage, setzt damit das Onlinezugangsgesetz um, durch das alle Gemeinden mehr Verwaltungsleistungen auch digital anbieten müssen. Die alte Version der Webseite war zudem „relativ unübersichtlich“ und eher ungeeignet für den Smarthome-Gebrauch.

Die neue Webseite kostete 15 000 Euro und soll das ändern, ist nach vier Themenschwerpunkten und verschiedenen Unterpunkten im Kachel-System strukturiert und soll mit wenigen Klicks und übersichtlich zum gewünschten Angebot führen. Noch fehlen einige Onlineformulare, die nach und nach noch eingefügt werden sollen.

Von Ina Tannert