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Nordkreis Kunstschüler setzen Zeichen gegen den Krieg
Landkreis Nordkreis Kunstschüler setzen Zeichen gegen den Krieg
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18:00 07.04.2022
Die Klasse 5b der Otto-Ubbelohde-Schule Marburg hat sich bei einem Kunstprojekt mit verschiedenen Erscheinungsformen des Ukrainekriegs auseinandergesetzt.
Die Klasse 5b der Otto-Ubbelohde-Schule Marburg hat sich bei einem Kunstprojekt mit verschiedenen Erscheinungsformen des Ukrainekriegs auseinandergesetzt. Quelle: Privatfoto
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Marburg

Rot, gelb, blau, lila. Einen Regenbogen in allen Farben malen viele kleine Künstler auf ein großes weißes Tuch – die eine Seite ist fröhlich und bunt, die andere stellt einen krassen Kontrast dazu dar.

Während sich auf der linken Seite des Kunstwerks der Regenbogen unter farbenfrohen Handabdrücken zu einem Peace-Zeichen und einer weißen Friedenstaube emporschwingt, bricht die fröhliche Szenerie in der Mitte abrupt ab. Hier dominieren düstere Farben, grau, schwarz, etwas weiß.

Bedrohlich erscheinende Panzer sind auf einer menschenleeren Straße zu sehen. Im dunklen Himmel darüber Schemen von Bomben, die auf eine Stadt zusteuern, die sich im tristen Grau abzeichnet. Hoch über der Stadt thront ein bekanntes Symbol, die Umrisse einer bekannten Bronzeskulptur – die Unabhängigkeitsstatue der ukrainischen Hauptstadt Kiew auf dem Platz der Unabhängigkeit, dem Majdan.

Kritische Kunstklasse

Es sind verschiedene Erscheinungsformen des Ukrainekriegs, mit denen sich die Kunstklasse der Otto-Ubbelohde-Schule Marburg kritisch auseinandergesetzt und auf dem Maltuch verewigt hat. Einerseits der Kampf um Kiew. Andererseits die bunte Friedensbewegung und Hilfsbereitschaft, die mit einem Spendenbus samt Protestschildern dargestellt wird. „Stop the war“ ist dort in verschiedenen Sprachen zu lesen.

Lehrer Leander Ungan hat das Projekt mit der 5b durchgeführt und die ganze Klasse will damit Stellung beziehen, positioniert sich „für ein Zusammenleben ohne Krieg – das Kunstprojekt setzt sich für ein friedliches und demokratisches Miteinander ein“, berichtet der Projektleiter.

Denn auch Kinder bekommen die täglichen Nachrichten aus den Kriegsgebieten ganz automatisch mit, setzen sich damit auseinander. Das Projekt ist Teil davon, leiste zudem einen Beitrag für eine friedliche Gesellschaft und eine demokratische Erziehung, Schüler werden für das Erkennen von Krieg und Frieden sensibilisiert und zu einem kritischen Umgang angehalten.

Mit dem Kunstwerk samt einem Filmstatement nimmt die Klasse nun auch am Bertha-Von-Suttner-Friedenspreis für die Jugend teil. Der nach der Autorin und Pazifistin benannte Bertha-von-Suttner-Friedenspreis wird erstmals im Schuljahr 2021/22 ausgelobt. Unter dem Motto „Die Waffen nieder“ können Schülerinnen und Schülern bis zum 9. Mai Arbeiten zum Thema einreichen.

Von Ina Tannert