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Nordkreis Droht eine Verzögerung beim B-252-Bau?
Landkreis Nordkreis Droht eine Verzögerung beim B-252-Bau?
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19:00 25.08.2019
An der neuen Umgehungsstraße B 252 bei Wetter war Geröll von einem Hang auf die Strecke ­gerutscht. Quelle: Cudi Altay
Wetter

Wird die Eröffnung der neuen Umgehungsstraße B 252 wegen eines Erdrutsches verschoben? Nach einem Erdrutsch an der neuen Umgehungsstraße B 252 nahe Wetter machten Gerüchte die Runde. Wie die Straßenbaubehörde Hessen Mobil auf OP-Nachfrage mitteilte, müssen wegen des Vorfalls an diesem Streckenabschnitt keine Termine verschoben werden.

Eine thüringische Spezialfirma hatte einen Felsen südlich des Anschlusses nach Wetter zur Landesstraße 3091 gesprengt. Als dann im vergangenen Winter das Erdreich bis auf die neu gebaute Straße abrutschte, vermutete so mancher Bürger in den umliegenden Orten, dass dies mit der Sprengung zu tun haben könnte. Den Bauarbeitern gelänge es nicht, den Hang richtig zu befestigen, hieß es.

Sonja Lecher, Pressesprecherin von Hessen Mobil, nimmt Stellung zu diesen Gerüchten. Tatsächlich habe ein Unternehmen an besagter Stelle schon 2017 den Felsen mehrmals gesprengt, um ihn zu lockern und anschließend besser abtragen zu können. Diese sogenannten Lockerungssprengungen sind laut Lecher aber nicht für den Erdrutsch im vergangenen Winter verantwortlich.

Abgerutschtes Material: Erde, Steine und Geröll

„Ein leichtes Abrutschen des Erdreiches während der Bauarbeiten ist nichts Ungewöhnliches“, sagt die Pressesprecherin. Es handele sich bei dem abgerutschten Material lediglich um oberflächliche Erde, Steine und leichtes Geröll.
Die Böschung seitlich der Straße sei relativ steil, da in dem Bereich der Strecke sich die Ortsumgehung in einem tieferen Einschnitt befindet.

Beschädigt worden sei der Asphalt durch die heruntergerutschte Erde und Steine nicht, wie Lecher sagt. Zudem fehle noch die oberste Deckschicht auf der Fahrbahn. Die würde zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen. Um die laufenden Bauarbeiten nicht zu behindern, hat Hessen Mobil erst im Laufe des Julis damit begonnen, den betroffenen Hang zusätzlich mit dem sogenannten Hydro-Zementationsverfahren zu stabilisieren.

Mit diesem Verfahren wird in dem betroffenen, gerutschten Bereich der Boden des Hanges zusätzlich mit Zement vermischt. „Diese mit Zement vermischte Erde kann später auch begrünt werden“, teilt Lecher mit. „Innerhalb der nächsten Wochen bis voraussichtlich Anfang September soll diese Hangsicherung abgeschlossen sein.“

von Cudi Altay