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Nordkreis Ermittlungen zu Brandstiftung eingestellt
Landkreis Nordkreis Ermittlungen zu Brandstiftung eingestellt
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13:58 10.10.2019
Mitte September brannte ein Bauwagen an einem Waldrand bei Caldern komplett nieder. Quelle: Feuerwehr
Caldern

Als kurios und ungewöhnlich hatte Gemeindebrandinspektor Klaus Geßner das bezeichnet, was in der Nacht vom 17. auf den 18. September und in den Morgenstunden auf einem Gelände am Waldrand des Wollenbergs war.

Zunächst hatten an einem alten Bauwagen Gartenmöbel und Unrat gebrannt. Die Feuerwehr rückte an und löschte den Brand.

Ein Schaden sei nicht erkennbar, hatten die Einsatzkräfte der Polizei damals mitgeteilt, erinnert sich Polizeisprecher Martin Ahlich. Und auch der Gemeindebrandinspektor war sich sicher, dass alles abgelöscht ist. Zur Sicherheit sei der Bereich per Wärmebildkamera kontrolliert worden – doch Glutnester seien nicht zu sehen gewesen.

Kripo fand keinen Zusammenhang

Nichtsdestotrotz musste die Feuerwehr nur wenige Stunden später erneut ausrücken. Dieses Mal stand der Bauwagen in Flammen – und war nicht mehr zu retten. Er brannte nieder.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehren Caldern, Sterzhausen, Goßfelden und Sarnau konzentrierten sich darauf, den angrenzenden – damals extrem trockenen – Wald vor dem Feuer zu schützen. Anschließend machten sich die Ermittler der Kriminalpolizei Marburg wegen eines möglichen Zusammenhangs zwischen den zwei Bränden auf Spurensuche.

Schaden: rund 2.000 Euro

Zunächst konnten sie einen technischen Defekt als Brandursache ausschließen, berichtet Ahlich und ergänzt, dass als „nur“ vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung als Gründe übrig geblieben seien. Die Ermittlungen hätten jedoch keinerlei Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung, etwa durch den Einsatz von Brandbeschleunigern, gegeben.

Auch die weiteren Ermittlungen hätten keine neuen Ansätze oder Verdachtsmomente ergeben – und Zeugen sich auch nicht mit sachdienlichen Hinweisen gemeldet. Und so bleibt Ahlich nur ein Fazit: „Die Brandursache ließ sich bislang nicht eindeutig und abschließend klären.“ Der Eigentümer hat den entstandenen Schaden mittlerweile auf rund 2.000 Euro taxiert, wie Ahlich mitteilt.

von Florian Lerchbacher