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Nordkreis Kernbach: Ein zweiter Fluchtweg fehlt
Landkreis Nordkreis Kernbach: Ein zweiter Fluchtweg fehlt
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13:51 16.10.2019
Es brennt noch Licht im Dorfgemeinschaftshaus. Doch der Mehrgenerationenraum kann derzeit aufgrund der Vorgaben des Brandschutzes nicht genutzt werden. Quelle: Helga Peter
Kernbach

Zu der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates begrüßte Ortsvorsteher Sebastian Bruss neben der Ersten Beigeordneten Claudia Meyer-Bairam auch weitere ­Gemeindevorstandsmitglieder und zahlreiche Bürger. Der Ortsvorsteher stellte die gewünschten Projekte für das kommende Haushaltsjahr vor.

An erster Stelle steht dabei die Wiedereröffnung des Mehrgenerationenraums im Dorfgemeinschaftshaus, der, wie Bruss berichtete, im Mai aus Brandschutzgründen gesperrt wurde. Dieser erst 2015 renovierte Raum sei bisher stets gerne für Sitzungen angenommen worden. Das Gremium kann sich vorzustellen, um eine zweite Fluchtmöglichkeit zu erhalten, entweder eine Tür nach außen oder eine Fenstervergrößerung anzulegen.

Die Projektliste enthält weiter die Räumung des Mühlgrabens oder als Alternative eine Aktivierung der ehemaligen Verrohrung. Zudem sollte das Buswartehäuschen einen barrierefreien Zugang erhalten, um auch behinderten Personen die Möglichkeit zu geben, sich dort unterzustellen oder über den dortigen Aushangkasten zu informieren. Der Ortsbeirat schlägt vor, die Betonplatten zu entfernen oder eine Auffahrt anzulegen.

Als weiteres Projekt wurde die Erneuerung des maroden Holzzaunes gegen einen solchen aus Stabmatten im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses benannt. Der Ortsvorsteher kann sich vorstellen, dass die Anbringung in Eigenleistung erfolgt. Des Weiteren würde ein Blühstreifen das Insekten­hotel bereichern. Dieser könnte ebenfalls in Eigenleistung angelegt werden. Wichtig sei in diesem Bereich, wo sich nicht zuletzt durch die angelegte Fischtreppe beobachtende Menschen aufhalten, einen weiteren Müllbehälter anzubringen.

Für den Friedhof sei es erforderlich, die ältere Betonbank mit relativ niedriger Sitzhöhe gegen eine gängige Bank zu tauschen oder eine Sitzerhöhung vorzunehmen. Die Projektliste wird abgerundet durch die Anschaffung von zwei neuen Ruhebänken. Dies betrifft den Austausch einer maroden Stammholzbank in Richtung Elmshausen und einer weiteren vor dem „Wollenberg“. In Bezug auf das „Spritzenhaus“ führte der Ortsvorsteher aus, dass der marode Boden des zuletzt als Bücherstübchen genutzten Objektes zu prüfen sei. Zudem hätten Privatpersonen Interesse bekundet, dieses Objekt zu erwerben.

Im August sei eine Begehung zusammen mit dem gemeindlichen Bauamt, dem Revierförster und den Jagdgenossen zur Prüfung sanierungsbedürftiger Feldwege erfolgt. 

„Schlemmerweg“ weckt das Interesse der Bürger

Daraus habe sich in Zusammenarbeit mit Hessen Forst und Revierförster Jörg Reinl eine kurzfristig Umsetzung eines Wegeprojektes vor dem „Wollenberg“ ergeben. Dieser mit Spurrillen versehene Weg werde derzeit auf einer Länge von etwa 800 Metern saniert. Die Kosten tragen jeweils zur Hälfte die Jagdgenossenschaft und die Gemeinde. Die Beteiligung der Jagdgenossen sei löblich, zumal auch die Gemeine bestrebt sein solle, ihre Wege instand zu halten, so Bruss.

Die angekündigte Entstehung eines „Schlemmerweges“ hatte für Bürgerinteresse gesorgt. Ortsbeiratsmitglied Dr. Lars Hildebrandt stellte den neu entstehenden „Schlemmerweg“ am Sportplatz vor, der neben den dort bereits vorhandenen, verpachteten Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäumen mit einem Frühkirschen-, Mirabellen- und kleinen Walnußbaum sowie zwei Pfirsichbäumen bestückt werden soll. Ziel sei es, die Erträge den Bürgern zugute kommen zu lassen. Bestellt sind die Bäume bereits, die in Eigenleistung eingepflanzt werden sollen. Die Pflege für einen Zeitraum von vier Jahren will Dr. Hildebrandt übernehmen.

Der Ortsvorsteher ergänzte, dass die neue Bankgarnitur zur Ausgestaltung des Platzes im Bereich der Stieleiche im diesjährigen Haushalt verankert sei. Die Garnitur soll im kommenden Jahr aufgestellt werden.

Glühweinabend ist auf den 7. Dezember terminiert

In diesem Jahr soll noch ein Arbeitseinsatz am Dorfgemeinschaftshaus bezüglich des Herbstrückschnittes erfolgen. Wahrscheinlich wird am 23. November, je nach Witterung, die Wasserversorgung am Friedhof abgestellt. Am 7. Dezember ab 17 Uhr ist ein Glühweinabend um die Kirche terminiert. Ortsbeiratsmitglied Gabriele Friedrich bemängelte die an vielen Stellen zutage tretenden Straßen- und Randsteinschäden an den Gehwegen. Der Ortsvorsteher versprach, wie auch in den Vorjahren, dies dem gemeindlichen Bauamt mitteilen.

von Helga Peter