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Nordkreis Bahnfahrer brauchen weiter Geduld
Landkreis Nordkreis Bahnfahrer brauchen weiter Geduld
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17:57 20.10.2020
Aufgrund der Bauarbeiten in Sarnau ist die Sperrpause der Kurhessenbahn bis zum 12. Dezember verlängert worden. Quelle: Thorsten Richter
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Sarnau

Schlechte Nachrichten für Bahnreisende: Die Bauarbeiten an der Bahntrasse bei Sarnau im Zuge der Arbeiten für die B252, inklusive Verlegung von Gleisen und Lahntalradweg, haben sich verzögert.

Seit Anfang Juli ist der Zugverkehr unterbrochen. Wie Hessen Mobil mitteilt, wird die Sperrpause der Kurhessenbahn nun bis zum 12. Dezember verlängert.

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Im Zuge der Bauarbeiten für die Ortsumgehung von Münchhausen, Wetter und Lahntal (Bundesstraßen 252 und 62) läuft im zweiten Bauabschnitt Süd die Verlegung der Bahnstrecken der Kurhessenbahn bei Sarnau für den Bau von zwei neuen Brücken.

Auf einer Länge von etwa 600 Metern wird die Bahnstrecke RB42 zwischen Sarnau und Niederwetter verlegt, soll künftig rund 30 Meter weiter östlich verlaufen. Die Bahnstrecke RB94 zwischen Sarnau-Bahnhof und Sarnau wird daran angepasst.

Baugrundproblem verzögert Arbeiten

Das alte Stellwerk bei Sarnau wurde im Juli abgerissen, Gleise und Weichen entfernt. Anschließend wurde damit begonnen, die neuen Gleisverbindungen herzustellen und an den Bestand anzuschließen. Zugleich sind die Bauarbeiten an den beiden neuen Straßenbrücken angelaufen.

Eine Brücke (Bauwerk 25) überquert die neu verlegten Bahntrassen, die B62 und den Lahntalradweg. Die andere (Bauwerk 26) überquert auf Höhe des Klärwerks Sarnau die Bahnlinie nach Cölbe und ein weiteres Mal den Lahntalradweg. Die Sperrung des Zugverkehrs wird außerdem dafür genutzt, Bahnstationen in Goßfelden, Sterzhausen und Buchenau anzupassen und barrierefrei zu gestalten.

Eigentlich sollten die Arbeiten bis Ende Oktober soweit fertig sein, dass die Bahn wieder fahren kann. Sie verzögern sich nun jedoch. Laut Hessen Mobil ist das Baugrundproblemen und Verzögerungen in der Lieferkette durch externe Dienstleister geschuldet. Die Arbeiten an Bahn, Straße und Brücken seien „sehr eng miteinander verzahnt“.

Das bedeutet: Hakt es quasi an einer Stelle, hat das Einfluss auf die anderen. Daher könne der Zugverkehr auf den Bahnstrecken RB 42 und RB 94 erst wieder am 13. Dezember aufgenommen werden. Der bereits eingerichtete Schienenersatzverkehr sei bis zur Inbetriebnahme auch weiterhin unterwegs.

Asphalt kommt Anfang November

Die B62 verläuft derweil im Bereich des unmittelbaren Baufeldes weiter über einen sogenannten Bypass – eine kleine Umfahrung um das Baufeld herum. Diese ist in der jetzigen Bauphase nötig, damit die Bundesstraße 62 in diesem Bereich für den neuen Streckenverlauf umgebaut werden kann. Zudem entsteht hierdurch Platz für die Bauarbeiten an der dortigen neuen Brücke.

Für Anfang November ist geplant, auf dem neuen Streckenverlauf der B62 unter der neuen Brücke hindurch die Fahrbahn zu asphaltieren. Auch auf dem zukünftigen Verlauf des Lahntalradwegs entlang der B62 soll Anfang November der Asphalt eingebaut werden. Im Anschluss an die Asphaltarbeiten kann der neue Bahnübergang auf der B62 fertiggestellt werden.

Anfang Dezember wird der Verkehr von dem derzeitigen Bypass auf den umgebauten Streckenverlauf der eigentlichen B62 verlegt werden. Der Bypass wird dann vor Inbetriebnahme der Bahnanlagen zurückgebaut.

Informationen zu Ersatzfahrplänen sind im Internet unter  www.kurhessenbahn.de/muewela zu finden.

Von Ina Tannert