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Nordkreis Kostenlose E-Ladesäule am Landratsamt
Landkreis Nordkreis Kostenlose E-Ladesäule am Landratsamt
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10:00 08.08.2019
Strom frei: Autofahrer können ihre Elektroautos ab sofort kostenlos am Landratsamt in Cappel aufladen. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Ab sofort können Autofahrer am Landratsamt und an der Außenstelle des Landkreises im Hermann-Jacobsohn-Weg kostenlos Strom tanken. Allerdings geht das Laden schwerer als anderenorts. Am Landratsamt müssen Kunden erst einen Schlüssel am Empfang der Verwaltung ausleihen, um das Schloss an einem Poller aufzuschließen. Um den Schlüssel zu erhalten, müssen die Fahrer ihren Führerschein abgeben und ihre Handynummer hinterlassen.

Nach dem Laden erhalten sie den Ausweis zurück – und die Nummer wird aus ­Datenschutzgründen gelöscht, teilte der Landkreis mit. Laut Landrätin Kirsten Fründt ist der Poller nötig, damit die Fläche vor den beiden Ladesäulen nicht als Parkplatz genutzt wird. Noch befinde man sich ­allerdings in einer Testphase, die E-Ladesäulen gibt es erst ­etwas mehr als eine Woche. ­Sollte sich herausstellen, dass die Poller „Hemmschwellen“ sind, könne man das derzeitige System noch einmal überdenken, sagt Fründt.

Am Hermann-Jacobsohn-Weg gibt es vor der E-Ladesäule zwar keinen Poller, damit der Strom fließt, müssen sich die Nutzer zunächst aber im ersten Stock einen Chip holen. Analog zu den Ladesäulen am Landratsamt müssen Kunden auch hier ihren Führerschein sowie ihre­ Handynummer während des Ladens bei der Verwaltung hinterlassen.

Landkreis setzt auf E-Autos

Zwar darf an beiden Standorten jeder kostenlos Strom tanken, besonders praktisch aber ist das Angebot vor allem für Angestellte des Landkreises. Denn es handelt sich bei allen drei Geräten um keine Schnell-Ladesäulen. Die nötige Infrastruktur dafür wäre zu teuer geworden, sagt Landrätin Fründt.

Wer also vor seinem Dienst im Landratsamt seinen Wagen an den Strom anschließt, hat nach Feierabend ein volles Auto. Wer aber während eines kurzen Termins sein Auto tankt, könne nicht erwarten, dass es nach einer halben Stunde voll sei, sagt Fründt.

Doch auch wenn die Errichtung der E-Ladesäulen nur für einen kleinen Nutzerstamm wirklich sinnvoll ist, erscheint sie als logischer Schritt. Denn beim Fuhrpark der Kreisverwaltung setze man zunehmend auf E-Motoren, sagt Fründt. Und diese müssen aufgeladen werden. In der Außenstelle im Hermann-Jacobsohn-Weg beispielsweise fahre nur noch der Geländewagen mit einem klassischen Motor.

von Tobias Kunz