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Nordkreis Bürger planen das erste Dorfjubiläumsfest
Landkreis Nordkreis Bürger planen das erste Dorfjubiläumsfest
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14:00 11.03.2020
Das Jubiläumsfest in Niederwetter wird von zahlreichen Bürgern organisiert, die in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv sind. Das Foto zeigt Mitglieder des übergreifenden Festausschusses mit dem Storch als Dorfmaskottchen. Quelle: Foto: Götz Schaub
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Niederwetter

Der kleine Ort ohne Kirchengebäude an der Wetschaft, gebeutelt und ein Stück weit auch in zwei Teile geteilt durch den Verkehr auf der B 252, hat nun schon 800 Jahre allen Schicksalsschlägen getrotzt. Im Jubiläumsjahr 2020 steht der Stadtteil von Wetter vor einer neuen Blütezeit: Der Durchgangsverkehr wird in absehbarer Zeit durch den Bau der Ortsumgehung aus dem Dorf verschwinden, rund zehn Prozent der aktuell 300 Einwohner sind Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 15 Jahren. Und ja, die Dorfgemeinschaft hat auch ein neues Zeitalter eingeläutet.

Viele junge Menschen haben sich dazu entschieden, sich für den Ort, für die Gemeinschaft zu engagieren und das nicht im Generationenvakuum, sondern zusammen mit den Alteingesessenen. So fanden sich viele Menschen zusammen, einen Festausschuss mit zahlreichen Untergruppen zu gründen, um anlässlich der 800-Jahr-Feier ein Festwochenende zu organisieren. Und das ist für Niederwetter ein Novum.

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Organisatoren betreten Neuland

Das letzte größere Fest habe in den 60er-Jahren stattgefunden und hatte nichts mit einem Dorfjubiläum zu tun, berichtet Lothar Seip, der sich als Alteingesessener hauptverantwortlich für die Chronikgruppe engagiert. So gesehen betreten die Macher des Jubiläums komplett organisatorisches Neuland, doch das beschert ihnen nun auch keine schlaflosen Nächte, denn das Festprogramm steht bereits. Und als habe man damit nicht schon genug zu tun gehabt, widmeten sich die Niederwetter’schen zuletzt auch interessanten Nebenschauplätzen. So wurde eigens ein Chor für das Fest gegründet, ein Wappen-Wettbewerb auf die Beine gestellt und im Feuerwehrhaus lief das 2018 angefangene Bauprojekt weiter. Dabei wurde der Jugendclub im Obergeschoss komplett entkernt und neu aufgebaut, um dort einen Mehrgenerationenraum zu schaffen. Was der Chor so singt? Ja, da müssen wir uns ein bisschen gedulden. Der lässt sich noch nicht in seine Karten, beziehungsweise auf seine Partituren, schauen. Jedenfalls, so Ortsvorsteher Daniel Falk, sei die Resonanz, beim Chor mit Stefan Pfister mitzuwirken, „sehr groß“.

Festwochenende mit zwei Höhepunkten

Zwei Highlights des Festwochenendes, neben dem Festkommers am Freitagabend ab 19 Uhr, sind sicher der Grenzgang am Samstag mit Frühstücksplatz an der Grenze zu Göttingen und am Sonntag ab 11 Uhr der Markt in der Dorfstraße mit zusätzlichem Kinderprogramm. Zum einen wird es ein Kuhbingo geben, zum anderen können die Kinder unter Anleitung Insektenhotels bauen. Für Musik sorgen im Festzelt, das sich auf der Wiese neben dem Feuerwehrgerätehaus befinden wird, am Freitagabend „Däi Doo“, am Samstagabend „Aischzeit“ und am Sonntag Winfried Stark und seine Original Steigerwälder. Festwirt an allen Tagen ist Henry Traber. Bei den sonstigen Diensten, also am Parkplatz und beim Einlass, helfen Mitglieder des Ortsbeirats Todenhausen aus, die ihrerseits dann Hilfe aus Niederwetter bei ihrem Fest 300 Jahre Colonie erwarten dürfen. „Wir helfen uns da gegenseitig, damit die jeweiligen Dorfbewohner auch ihr eigenes Fest genießen können und nicht durch Dienste eingeschränkt werden“, sagt Falk. PS: Schon mal merken: Vor dem Fest vom 15. bis 17. Mai soll noch ein Dorfverein gegründet werden.

Von Götz Schaub

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