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Nordkreis Cölbe bekommt eine Flagge mit Wappen
Landkreis Nordkreis Cölbe bekommt eine Flagge mit Wappen
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12:00 05.07.2019
Zunächst verabschiedeten Bürgermeister Dr. Jens Ried (Mitte) und Parlamentschef Micha Kiefer (rechts) Professor Werner Stark (links) aus dem Gemeindevorstand. Quelle: Gemeinde Cölbe
Cölbe

In der letzten Sitzung des Cölber Parlaments vor der Sommerpause, die gleichzeitig die erste Sitzung für Dr. Jens Ried als Bürgermeister war, kam es in „seinem Gremium“ zu einer Veränderung. Professor Werner Stark, der von der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen beauftragt war, im Gemeindevorstand mitzuarbeiten, hatte seinen Rücktritt erklärt.

Für ihn übernahm Thomas Rotarius, der schon mal im Gemeindevorstand tätig war und dort sogar das Amt der Ersten Beigeordneten innehatte, also­ des ehrenamtlichen stellvertretenden Bürgermeisters. Nun ist er normaler Beigeordneter. Professor Werner Stark wurde nicht nur verabschiedet. Das Parlament beschloss einstimmig, ihn für seine langjährigen Verdienste mit einer Ehrbezeichnung zu danken. So darf er sich nun Ehrenbeigeordneter nennen.

Im Jahr des 775-jährigen Dorfjubiläums von Cölbe, das zugleich Standort der Gemeindeverwaltung ist, beschloss das Parlament noch etwas Offizielles, nämlich eine Gemeindeflagge einzuführen. Diese Flagge besteht in der linken Hälfte aus rotem, in der rechten Hälfte aus weißem Flaggentuch. Mittig aufgelegt zeigt sie das offizielle­ Gemeindewappen, das es seit 1978 gibt. Dazu beschloss die Gemeindevertretung auch eine Satzung zum Schutze des Gemeindewappens, der Gemeindeflagge und der Logos der Gemeinde. Danach ist die Führung und der Gebrauch des Gemeindewappens, der Flagge und der Logos grundsätzlich der Gemeindevertretung und dem Gemeindevorstand vorbehalten. Die Erlaubnis zur Verwendung des Gemeindewappens oder eines der Logos durch Dritte ­erteilt der Gemeindevorstand.

Beschluss zu Linksabbiegespur auf B3

Zu berichten hatte der neue Bürgermeister, dass, wie im Vorfeld vom Parlament beschlossen, seit Juni bis zum 31. Mai 2022 der Verein „JEF“ als freier Träger erneut von der Gemeinde mit der Umsetzung eines ­gemeinwesenorientierten Angebots der offenen Kinder-, ­Jugend- und Kulturarbeit beauftragt ist. Allerdings konnte der Vertrag nicht wie gewünscht mit einer automatischen Verlängerungsklausel ausgestattet werden. Aufgrund der finanziellen Ausstattung muss nach Vertragsende zwingend eine EU-weite Ausschreibung erfolgen. 

In Sachen Linksabbiegespur auf der B 3 aus Richtung Schönstadt kommend in die Ortslage von Schwarzenborn gibt es Kontakt zu Hessen Mobil. So soll diese Linksabbiegespur auf Höhe „Neuer Weg“ eingerichtet werden. Nach Fertigstellung dieser Linksabbiegespur soll auf Beschluss des Parlaments der untere Teil der „Dorfstraße“ ab der Einmündung „Neuer Weg“ bis zur Bundesstraße 3 für den allgemeinen Verkehr gesperrt und nur für den in diesem Bereich der Bundesstraße 3 kreuzenden land- und forstwirtschaftlichen Verkehr sowie als Zu- und Abfahrt für die Anlieger der Grundstücke Dorfstraße 13 und 18 freigegeben werden.

Der Beschluss wurde einstimmig gefasst, auch in dem Wissen, dass diese Lösung vom Ortsbeirat Schwarzenborn unterstützt wird. Bestandteil des Beschlusses ist übrigens auch noch dieser Satz: „Mit Hessen Mobil ist neben der Planung einer Linksabbiegespur in Richtung Norden auch über die Errichtung einer Verzögerungsspur aus Richtung Norden und einer Beschleunigungsspur in Richtung Süden zu verhandeln.“

Cölbe schafft es nicht ins Förderprogramm

Bürgermeister Dr. Jens Ried begrüßt es, dass Schwarzenborn die lange gewünschte Abbiegespur bekommen soll. Die Baurechtschaffung soll bis 2021 erreicht sein, informiert er diesbezüglich. Beim Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ blieb Cölbe mit dem Projekt fünf Maßnahmen in fünf Ortsteilen in fünf Jahren unberücksichtigt.

Doch damit befindet sich die Gemeinde in bester Gesellschaft. „Obwohl noch mehr Geld freigegeben wurde, wurde die Förderrunde 13-fach überzeichnet“, sagt Ried. „Es waren einfach zu viele Anträge“, sagt er. Seines Wissens nach wurden aus dem Landkreis noch vier weitere Anträge eingereicht, die aber auch nicht gefördert werden.

von Götz Schaub