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Landratswahl 2019 Landratswahl: Anna Hofmann
Landkreis Landratswahl 2019 Landratswahl: Anna Hofmann
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19:18 21.08.2019
Anna Hofmann kandidiert bei der Landratswahl. Quelle: Archivfoto
Marburg

1. Was war als Kind Ihr ­erster Berufswunsch?
Ich war Fan von Abenteuerbüchern, wie Fünf Freunde, Jim Knopf, Ronja Räubertochter und fand es äußerst faszinierend, wie Menschen so viele­ ­Figuren und Geschichten – aus der Phantasie heraus – erfinden können. Daher wollte ich Schriftstellerin werden.

2.  Was wollten Sie werden, als Sie die Schule verließen?
Ich habe zunächst Literaturwissenschaft studiert und wollte mehr in den kulturellen Bereich gehen, Richtung Museumspädagogik oder Journalistik. Aber politische Betätigung auf kommunaler Ebene war mir immer sehr wichtig, und es ist schwierig, das miteinander zu vereinbaren.

3. Wie sieht für Sie ein guter Start in den Arbeitstag aus?
Ich bin ein Morgenmuffel: Nach viel Kaffee und einem Spaziergang mit dem Hund meiner Schwester kann ich mich politischen Zielen, wie dem Erhalt von Fleckenbühl, wieder klarer widmen. Und plane dann in meinem Kopf, was alles noch aussteht und getan werden muss.

4. Was posten und lesen Sie gerne auf Facebook, Twitter, Instagram und Co?
Ich bin nicht bei Facebook und Twitter, aber poste unter „thinkything“ auf Reddit und habe einen Instagram-Account über den Hund meiner Schwester. Beides aber in Englisch. Ich bin ein Fan von True-Crime-Podcasts und die einzige Facebookseite, die ich länger besucht ­habe, ist: „Justice for Catherine Cesnik and Joyce Malecki“.

5.  Welche Seiten im Internet interessieren Sie am meisten?
Von Greenpeace, Nabu und BUND bis zu True-Crime und Seiten über Medienpolitik zu Technikkritik interessiert mich nahezu alles. de.indymedia.org kann eine Fundgrube sein, aber man muss natürlich stark selektieren. Außerdem Deutschlandfunk, Zeit-Podcasts und die junge Welt gehören zu meinen Lektüren. Ich liebe Podcasts.

6. Wer oder was macht ­Ihnen persönlich Angst?
Die weltweite Zuspitzung von Konfliktherden und Kriegen. Donald Trump als zentrale Führungsfigur ist eine Gefahr für den Weltfrieden. Der Klimanotstand und dass wir vermutlich schon den Kipping-Point erreicht haben und dass die Politik hier nicht auf allen Ebenen aufwacht und sofort eingreift.

Kurzporträt

Name: Anna Hofmann
Alter: 37
Familienstand: ledig
Geburtsort: Marburg
Wohnort: Marburg
Beruf: Geschäftsführerin der Fraktion die LINKE im LWV Hessen; Museumsführerin.
Lebensmotto: Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.     

7. Wovon haben Sie gar keine Ahnung?
Autos und verschiedene Autotypen. Für mich als Bahnfahrerin und aus umweltpolitischen Gründen keine Sache bei der ich mich auskenne, dennoch interessiere ich mich für Wasserstofffahrzeuge und wie das technisch umsetzbar wäre.

8. Über welches Geschenk haben Sie sich bisher am meisten gefreut?
Ich freue mich am meisten über Postkarten, die ich einfach so bekomme und die keinen inhaltlichen Anlass haben. Es ist toll zu wissen, dass jemand an dich denkt, selbst wenn keine Geburtstage, Feste anstehen.

9. Wenn Sie in der Zeit zurückreisen könnten, welches Ereignis würden Sie gerne beobachten?
Den Urknall würde ich gerne verstehen und beobachten können: Wie ein Universum aus dem Nichts entsteht, finde ich faszinierend. Der ewige Kreislauf aus Strukturbildung und kosmischen Katastrophen und wie faszinierende Objekte dabei entstehen und wieder vergehen.

10. Eine Sache oder Marotte, für die Sie in Ihrem Freundeskreis bekannt sind?
Ich vergesse ständig, wo mein Schlüssel und mein Handy liegt. Mittlerweile werde ich netterweise darauf hingewiesen.

11. Welche Frage würden­ Sie gerne mal beantworten, die Ihnen aber noch nie gestellt wurde?
Welche Motivation mich vorantreibt, linke Politik zu machen, obwohl der Verdienst äußerst gering ist? (Anstelle der Frage, ob ich schon etwas anderes besser Bezahltes suche.)

12. Und wie lautet zu dieser Frage, die Sie gerne mal beantworten möchten, die Antwort?
Ich finde es wichtig, an politischen Themen mitzuarbeiten und Einfluss zu nehmen auf die soziale Gesetzgebung und dass sich jemand für die Menschen einsetzt, die oftmals keine Stimme haben oder unzureichend Gehör finden. Arbeitslose, Flüchtlinge, Hartz-IV-Empfänger, Menschen mit Behinderungen und chronisch kranke Menschen sind die Personen, für die ich mich einsetzen möchte.