Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Hinterland Lohra kommt Nachbarn näher
Landkreis Hinterland Lohra kommt Nachbarn näher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 25.09.2019
Die Gemeinden Lohra (Foto), Fronhausen und Weimar wollen Verwaltungsgemeinschaften bilden. Quelle: Thorsten Richter
Lohra

Der Gemeindevorstand Lohra legte den Gemeindevertretern eine Beschlussvorlage für eine Machbarkeitsstudie über eine weitergehende Kooperation mit den Nachbarkommunen Fronhausen und Weimar vor. Dafür stimmten 22 Parlamentarier mit Ja, bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung. In den Gemeinden Weimar und Fronhausen sind gleichlautende Beschlussvorlagen auf den Weg gebracht worden. Weimar hat sich bereits einstimmig dafür ausgesprochen.

In Fronhausen steht die Vorlage an diesem Donnerstag zur Abstimmung. Es handelt sich um eine geänderte ­Beschlussvorlage, da die vorherige sich auf einen konkreten Anbieter der Machbarkeitsstudie sowie auf ­eine ­angestrebte Fusion der drei Gemeinden bezog. Dafür sollte es 50.000 Euro vom IKZ Hessen als Zuschuss geben.

Die nun vorliegende Machbarkeitsstudie wird mit bis zu 30.000 Euro vom hessischen Innenministerium unterstützt und soll dazu beitragen, dass aus den drei Kommunen Verwaltungsgemeinschaften werden. Wie Bürgermeister Georg Gaul im OP-Gespräch berichtete, geht es vor allem auch darum, Fachwissen auszutauschen. Er könne sich vorstellen, dass es zum Beispiel ein gemeinsames Meldeamt oder dass es einen Standesamtssitz gibt.

"Wir brauchen die interkommunale Zusammenarbeit unbedingt"

Es müsste so organisiert werden, dass alle­ drei Kommunen bedient werden, erklärte Gaul. „Wir brauchen die interkommunale Zusammenarbeit unbedingt“, sagten die beiden Fraktionsvorsitzenden Kurt Schwald (SPD) und Werner Waßmuth (CDU) übereinstimmend. „Wir sollten unser Augenmerk aber nicht nur auf die östlichen Nachbarkommunen, sondern auch auf die Nachbarkommunen im ehemaligen Kreis Biedenkopf nach Gladenbach und Bad Endbach richten“, sagte Schwald.

„Nach Vorlage der Studie sollten wir sie uns in einer fraktionsübergreifenden Klausurtagung genau anschauen und unsere Schlüsse daraus ziehen“, sagte Waßmuth. Den Sachstand zum achtjährigen Rechtsstreit mit dem Pächter der Dachfläche auf dem Dorfgemeinschaftshaus Damm, der eine Photovoltaikanlage installiert und betrieben hat, liegt ein endgültiges Urteil vor, wie Wolny berichtete.

In dem Rechtsstreit ging es ursächlich um die Verschuldensfrage, ob das Dach durch die nicht fachgerechte Montage der Photovoltaikanlage undicht wurde oder schon vorher undicht war. Dazu musste die Photovoltaikanlage demontiert und ein Gutachten erstellt werden.

In der Information für die Gemeindevertretung schreibt Bürgermeister Georg Gaul: „Abschließend muss festgehalten werden, dass es in diesem Rechtsstreit keine Gewinner oder Verlierer gibt. Es war ein langwieriger und für alle Beteiligten höchst aufwändiger Prozess, der Zeit und Geld kostete, ohne ein klares Ergebnis zu bringen. Der Kläger hat die ­Photovoltaikanlage nach der Urteilsverkündung verkauft.“ Das Dammer Dorfgemeinschaftshaus steht auf der Liste der Häuser, die Lohra veräußern möchte. Nach Beendigung des Rechtsstreits gäbe es nun auch einen ernstzunehmenden Kaufinteressenten, informierte Wolny die Gemeindevertreter.

von Anita Ruprecht und Silke Pfeifer-Sternke