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Hinterland Willi Donges ist der Mohr 2019
Landkreis Hinterland Willi Donges ist der Mohr 2019
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00:18 28.04.2019
Das Komitee hatte die Wahl zwischen fünf Kandidaten und entschied sich für Willi Donges als Mohr 2019. Quelle: Hartmut Bünger
Biedenkopf

Vorsitzender Uwe Funk und sein Stellvertreter Rüdiger Heinz zeigten sich erfreut über die große Zahl der Kandidaten, die sich in diesem Jahr beworben hatten: Fünf seien es gewesen – und alle hätten sich vor den Mitgliedern des Komitees sehr gut präsentiert.

„Alle Kandidaten waren gut und des Amtes würdig“, sagte­ Funk. Nicht zuletzt deshalb ließ das Komitee in der Gaststätte „Neuen Krone“ auch erst einmal alle Bewerber hochleben, ehe Uwe Funk den Namen des Mohren bekannt gab und das Komitee ihn hochleben ließ.

Beworben hatten sie sich ­alle Kandidaten mit einem Bewerbungsschreiben. In der Versammlung stellten sie sich dann noch einmal persönlich vor – und präsentierten dem Komitee auch ihr tänzerisches Vermögen. Trotz der Vielzahl der Kandidaten fiel die Entscheidung am Ende schneller als erwartet: Keine Stunde brauchte das ­Komitee, um zu einem Ergebnis zu kommen, dass Willi Donges das Amt des Mohren bekommt.

Idee entstand während einer Geburtstagsfeier

Über Einzelheiten des Wahlausgangs gibt das Gremium traditionell keine Auskunft. „Das war ein weiterer Meilenstein für den Grenzgang 2019“, freute sich Rüdiger Heinz. Und auch Uwe Funk sieht in der jetzt schon erfolgten Wahl des Mohren und den bald bevorstehenden Wahlen der Wettläufer weitere entscheidende Schritte auf dem Weg zum Grenzgang 2019.

Fast könnte man sagen, dass Willi Donges sein Amt schon in die Wiege gelegt wurde. Denn sein Elternhaus steht in der Obergasse 16 in Biedenkopf – eben in jenem Haus, in dem ehemals August Braun zu Hause war, der Mohr des Grenzgangs 1928. „Aus diesem Haus kommt nach so vielen Jahren wieder ein Mohr“, staunte Rüdiger Heinz über das Zusammentreffen.

Seine Entscheidung, sich für das Amt des Mohren zu bewerben, sei vor etwa zwei Jahren gefallen, erzählt Donges. Entstanden sei der Gedanke während der Geburtstagsfeier seines besten Freundes. Er habe die Idee dann auch gegenüber anderen in den Raum geworfen – und sehr viel Bestätigung erfahren. Geübt habe er natürlich auch, berichtete der 42-Jährige. Den nötigen Säbel habe er sich bei seinem Vater geliehen, der bei fünf Grenzgängen als Burschen- und Männerreiter auf dem Pferd saß.

Sappeure

Zu Sappeuren hat das Komitee Rolf-Peter Müller und Edwin Henkel gewählt. Gesucht werden noch Fahnenträger, wie der Vorsitzende Uwe Funk mitteilt. Bewerbungen nimmt das Komitee entgegen.

Einer der unterlegenen Kandidaten, Swen Genz, nutzte die Gelegenheit, um sich bereits wenige­ Minuten nach der Bekanntgabe des Ergebnisses den Bart stutzen zu lassen – vom Mohr des Grenzgangs 2019 höchstselbst. Den ließ an diesem Abend nicht nur das Komitee mehrfach hochleben. Auch der Spielmannszug Biedenkopf kam gegen 21 Uhr vorbei und spielte in der „Neuen Krone“ auf.

Auch die Burschenschaft Ludwigshütte gibt ihre Wahlergebnisse bekannt. In ihrer Gründungsversammlung wählten die anwesenden Burschen Jan Schmidt zum 1. Führer.­ Reiter Karsten „Chausseebäcker“ Theofel wurde von der Versammlung bestätigt und wird die Burschenschaft nach 2005 und 2012 das dritte Mal als Reiter anführen.

Als 1. Kassierer wird Altbursche und Grenznachbar am dritten Tag Ekkehard von Breidenbach die Finanzen der Hütter Burschen verwalten. Zum Schriftführer wählten die Burschen Benedikt Böß, wie der ehemalige 1. Führer Holger Althaus mitteilt.

Gewählt haben auch die Burschen und Mädchen der Oberstadt. Der 2. Burschenführer der Burschenschaft Oberstadt ist Eike Fleischmann. Als 2. Rechner arbeitet Jannik Müller, als 2. Schriftführer Pascal Mester. Die Mädchen der Oberstadt wählten Stefanie Weigl zur 2. Führerin.

von Hartmut Bünger