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Hinterland Wallauer fühlen sich im Stich gelassen
Landkreis Hinterland Wallauer fühlen sich im Stich gelassen
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21:20 15.11.2009
Seit längerem ist das alte Bürgermeisteramt im Biedenkopfer Stadtteil Wallau sanierungsbedürftig. Der Sitzungssaal ist nur noch eingeschränkt nutzbar. Quelle: Steffi Bohne

Wallau. Im voll besetzten kleinen Saal der Wallauer Fritz-Henkel-Halle stellten die Wallauer UBL-Abgeordneten den Bürgern ihre Sorgen und Nöte vor. Sieben Themen stellten sie zur Diskussion. Ein Punkt betraf das lang umstrittene Wallauer Hallenbad. Trotz mehrerer Gutachten, Finanzierungsvorschlägen und Protesten der Bürger konnte bislang keine Sanierung für das Hallenbad erreicht werden.

Die UBL sucht die Schuld vor allem bei den Biedenkopfer Stadtverordneten. „Wir stießen auf taube Ohren“, sagte Dieter Spieß. Auch in anderen Parteien sei das Thema Hallenbad zu einem großen Streitpunkt geworden, so zum Beispiel als Fred Schneider von der CDU-Fraktion kurzerhand aus der Bauausschusssitzung ausgeladen wurde. Der Eklat habe beinahe bis zum Rauschmiss Schneiders aus der CDU geführt. Uli Meyer, ehemaliger SPD-Abgeordneter, habe ähnliche Probleme gehabt. „Die Sanierung des Wallauer Hallenbades fand großen Anklang in der Fraktion, doch mehr und mehr wich die Mehrheit zurück, bei der letztendlichen Abstimmung war mehr als die Hälfte der Stimmen weggebrochen“, berichtete Meyer.

Eine endgültige Entscheidung zum Thema Hallenbad ist bis heute nicht getroffen. Die UBL zieht die Möglichkeit eines weiteren Bürgerbehrens in Betracht, hegt aber auch die Vermutung, dass das Interesse schon längst nicht mehr so stark ist. Nicht nur das Hallenbad zähle zu den baufälligen Gebäuden des Biedenkopfer Ortsteils. Ebenso seien viele Straßen und Liegenschaften in einem schlechten Zustand. „Geflickt wird erst nach einer Mängelmeldung, eigentlich müsste jährlich eine Erneuerung durchgeführt werden“, sagte Eckhard Henkel, Vorsitzender der UBL und Wallaus Ortsvorsteher.

von Steffi Bohne

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