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Hinterland Prüfungsende ist bis Jahresende möglich
Landkreis Hinterland Prüfungsende ist bis Jahresende möglich
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00:18 29.03.2019
Selbst an einem späten Donnerstagnachmittag ist die Bundesstraße 62 durch den Biedenkopfer Stadtteil Eckelshausen noch stark ­frequentiert. Quelle: Tobias Hirsch
Eckelshausen

Langsamen Schrittes geht es im Hintergrund für die geplante Ortsumgehung des Biedenkopfer 
Stadtteils weiter. „Es läuft ganz gut“, sagt Erich Morherr. Als Mitglied des Sprecherrates der Bürgerinitiative Eckelshausen beantwortete Morherr damit die Frage, wie sich der Ausbau der Bundesstraße 62, die durch den Biedenkopfer Stadtteil führt, auswirkt. Er wohne zwar nicht direkt an der Bundesstraße, doch es sei dort leiser geworden – weil es zum Beispiel keine Schlaglöcher mehr gibt.

Dennoch habe sich an der grundsätzlichen Situation nichts geändert. Im Gegenteil: „Der Verkehr nimmt immer mehr zu“, sagt Morherr. Zu Zeiten des Berufsverkehrs sei es kaum möglich, aus einer Nebenstraße in den mehr oder weniger fließenden Verkehrsstrom auf der Hauptstraße zu kommen.

Brückenerneuerungen haben Vorrang

Seit Jahrzehnten kämpfen die Eckelshäuser für den Bau einer Umgehungsstraße um den Ort, den tagtäglich 17.000 bis 18.000 Fahrzeuge, darunter viele Lastwagen durchqueren. Deshalb klingt Morherrs Forderung plausibel: „Es wird Zeit, dass mit dem Bau angefangen wird.“

Im vergangenen Jahr nahm das Projekt Ortsumgehung Eckelshausen mit dem Verfahren zur Planfeststellung eine große Hürde. Nach dessen Abschluss leitete das Regierungspräsidium (RP) Gießen die Unterlagen im November an das Hessische Verkehrsministerium in Wiesbaden weiter.

Dort werden die Unterlagen nun geprüft, erklärt dessen stellvertretender Pressesprecher Wolfgang Harms auf Anfrage der OP. Sollten keine „größeren Schwierigkeiten auftauchen“ könnte die Prüfung bis zum Jahresende beendet sein. Als einen wesentlichen Grund für die lange Bearbeitungszeit nennt Harms, dass man im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen im Bereich Straßenbau vorrangig mit Brückenerneuerungen beschäftigt sei.

Flurbereinigung durch Hessen Mobil beantragt

Derweil läuft das Verfahren auch in anderen Behörden weiter. Laut Bettina Amedick hat Hessen Mobil beim RP Gießen die Einleitung des Flurbereinigungsverfahrens beantragt, das vom Amt für Bodenmanagement durchzuführen sei.

Unter anderem ist für den Bau der Ortsumgehung der Kauf von Grundstücken erforderlich. Dies soll zu ortsüblichen Preisen erfolgen. Zudem plante Hessen Mobil einer früheren Ankündigung zufolge, in diesem Jahr mit der Erkundung des Baugrundes zu beginnen.

von Gianfranco Fain