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Hinterland VR Bank ist mit Ergebnis zufrieden
Landkreis Hinterland VR Bank ist mit Ergebnis zufrieden
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15:00 27.05.2021
Ist mit der Bilanz zufrieden: Der Vorstand der VR Bank Lahn-Dill mit Klaus-Dieter Theis (von links), Ralph-Uwe Orth, Klaus Königs, Christof Schwehn, Steffen Simmer und Armin Wickel.
Ist mit der Bilanz zufrieden: Der Vorstand der VR Bank Lahn-Dill mit Klaus-Dieter Theis (von links), Ralph-Uwe Orth, Klaus Königs, Christof Schwehn, Steffen Simmer und Armin Wickel. Quelle: Archivfoto
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Dillenburg

Zufrieden und optimistisch äußern sich die Vorstandsmitglieder der VR Bank Lahn-Dill während ihrer Mitgliederversammlung. Diese erfolgt aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zum zweiten Mal in digitaler Form. Die Folgen der Virusverbreitung habe im vergangenen Jahr auch die VR Bank belastet, erklärt Vorstandssprecher Klaus Königs, diese habe aber Widerstandsfähigkeit, Flexibilität und Ertragskraft bewiesen. Deshalb konnte der Wachstumstrend der vergangenen Jahre fortgesetzt werden und erwarte laut Steffen Simmer für dieses Jahr einen Jahresüberschuss auf dem Niveau des Vorjahres.

Wie Königs weiter ausführt, will die VR Bank in die „qualitative Präsenz vor Ort“ weiter investieren, sucht dazu zum Beispiel zukunftsfähige und attraktive Standorte in Bad Endbach und Bicken. Das Ziel sei, gezielt zu investieren, gut frequentierte Filialen zu stärken, diese personell und strukturell auszubauen. Aber kleinere Filialen kämen auf den Prüfstand.

Dies auch, weil die Corona-Pandemie wie ein Katalysator wirke und den Trend zum Nutzen eines digitalen Leistungsangebotes beschleunige, was zugleich dazu führe, dass die Anzahl der Kunden, die ausschließlich persönliches Banking möchten, weiter zurückgeht.

Da der Bankvorstand davon überzeugt ist, dass sich dieser Trend fortsetzt, will die Bank ihren Kunden eine Mixtur aus Filial-Angeboten, dem Kundenservice Plus, dem Onlinebanking und der Banking-App als Zugangswege zu den Dienstleistungen anbieten.

Wie Ralph-Uwe Orth ausführt, gibt es dazu eine Digitalisierungssoftware für die Vertriebsplattform, die ein einheitliches Design und identische Funktionalität auf allen Geräten bietet sowie mit denselben Daten auf allen Kanälen arbeitet.

Steffen Simmer spricht ebenfalls von einer zufriedenstellenden Entwicklung und präsentiert einige Zahlen. So stieg die Bilanzsumme im Jahr 2020 um 9,5 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro und überstieg erstmals die Zwei-Milliarden-Marke. Ursächlich hierfür war ein hoher Zufluss an Kundeneinlagen bei gleichzeitig moderat wachsendem Kreditgeschäft.

Die Entwicklung spiegele sich auch im Kundenvolumen wieder, welches mit einem Plus von 240 Millionen Euro erstmals die Vier-Milliarden-Marke überschritt, was einer Steigerung um 6,9 Prozent gleichkommt. Die Summe der Einlagen stieg ebenfalls. Ein Plus von 230 Millionen auf 2,73 Milliarden Euro bedeutet hier eine Steigerung um 9,3 Prozent. Das Volumen der Kredite an Kunden nahm ebenfalls zu, nämlich um 2,9 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro. Dabei betrug das Neukreditgeschäft 312 Millionen Euro, ein Plus von 15 Prozent. Sorge bereitet die Höhe der Kreditsumme nicht, da „die Risiken breit gestreut sind“. Es seien auch noch keine Auswirkungen durch Corona eingetreten.

Das Betriebsergebnis in Höhe von 14,9 Millionen Euro bezeichnet Simmer als „zufriedenstellend“, wobei das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit um 6,4 Prozent auf 11,6 Millionen Euro zurückging.

Das Eigenkapital beziffert Simmer nach einem Zuwachs um 3,1 Prozent mit 248 Millionen Euro als überdurchschnittlich.

Aus dem Jahresüberschuss sollen 5 Prozent Dividende an die 46 017 Mitglieder gezahlt werden.

Von Gianfranco Fain

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