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Hinterland Tausende erleben den Festzug
Landkreis Hinterland Tausende erleben den Festzug
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21:22 07.07.2019
Die Dancing Hornets hatten einen tollen Wagen. Quelle: Nadine Weigel
Gladenbach

40 Gruppen schlängelten sich gestern bei optimalem Festzugwetter durch die Gladenbacher Innenstadt. Geboten wurde den tausenden Zuschauern, die vor allem in der Marktstraße dicht an dicht standen, gute Unterhaltung, gepaart mit der ein und anderen Anspielung auf die politischen Entscheidungen im vergangenen Jahr.

Der Frauenchor „TonArt“ hat sich zum Beispiel den Autoscooter-Streit, der in einem missglückten Losverfahren endete, zu eigen gemacht. Fantasievoll kostümiert haben die Sängerinnen das Thema pointiert dargestellt.

Das war was los in der Kirschenmarktstadt. (Fotos: Nadine Weigel)

Sie holten Bürgermeister Peter Kremer von der Ehrentribüne, damit sie ihn „vorschriftsmäßig“ als Autoscooter-Fahrgeschäft vermessen konnten. Garniert haben die Sängerinnen ihren Auftritt
vor der Ehrentribüne noch mit einem selbstgeschriebenen Lied zum Thema.

Auch der Streit zwischen dem Bürgermeister und dem Sinkershäuser Ortsvorsteher und Altbürgermeister Klaus Bartnik wurde amüsant in Szene gesetzt. Bartnik lief als Papst im Festzug, begleitet von einigen Nonnen, weil Kremer im Zuge des Streits ein solches Faschingsbild von Bartnik auf seiner Internetseite veröffentlicht hatte.

Für Begeisterung sorgte ­einmal mehr der Auftritt von Ute von Gebhardi-Villani. Das „Utsche“ begab sich auf Werbetour als Kandidatin für die Bürgermeisterwahl 2020. Im Gepäck hatte sie bedruckte Kaffeetassen, Werbeflyer und ein als Mafiosi verkleidetes Bestechungsteam. An ihre kleinen Fans verteilte sie ausreichend Süßes. Die von den zahlreichen Wagen geworfenen Bonbons waren es auch, die den Festzug für die Kinder zum wahren Vergnügen werden ließen. Einige Kinder waren gut vorbereitet und verließen nach gut zwei Stunden den Festzug mit vollen Tragetaschen.

Bereits vor dem Start des Festzugs stand fest, dass das ­Höhenfeuer als Abschluss des Kirschenmarktes ausfällt. Bürgermeister Peter Kremer hat sich nach intensiven Gesprächen unter anderem mit dem für Gladenbach zuständigen Forstamt, dem Leiter der Feuerwehr und dem von der Stadt beauftragten Feuerwerker dazu entschlossen, das Höhenfeuer abzusagen. Die Gefahr eines Brandes aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit und der seit Juni bestehenden Hitzeperiode sei zu groß gewesen, erklärte Kremer die Entscheidung in einer Pressemitteilung.

von Silke Pfeifer-Sternke