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Hinterland Wieder einmal ausgelöffelt
Landkreis Hinterland Wieder einmal ausgelöffelt
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18:22 20.02.2017
Mehr als 300 Gäste ließen sich im Bürgerhaus Lohra verschiedene Suppen schmecken. Foto: Ingrid Lang
Mehr als 300 Gäste ließen sich im Bürgerhaus Lohra verschiedene Suppen schmecken. Quelle: Ingrid Lang
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Lohra

Die Arbeitskreis-Vorsitzende Elfriede Köhler begrüßte­ am Sonntag um die Mittagszeit im Bürgerhaus weit mehr als 300 Besucher, von denen viele nur noch einen Stehplatz fanden. Zum 7. Mal bot der Arbeitskreis am Sonntag „Suppe satt“ an. Dazu mussten die Gäste nur eine Suppenschale für 5 Euro kaufen und konnten sich dann so viel Suppen wie sie wollten schmecken lassen. Diese gab es in vielen Variationen.

Schon beim Betreten des großen Bürgerhaus-Saals stieg den Gästen die exotischen Düfte in die Nase. Insgesamt 21 Suppen boten die Hobbyköche an. Dazu zählten Couscous mit Lamm, Kurdische Suppe mit weißen Bohnen, grüne­ Bohnen mit Rindfleisch, syrische und deutsche Kartoffelsuppe, Ingwer-Möhren Suppe, Russische Borschtsch mit Rindfleisch, Linsensuppe­ mit Lamm, Spinat mit Kichererbsen aus Somalia, Ungarische Gulaschsuppe, Bauerntopf mit Hack und Schinken, Mitternachtssuppe oder Kurdische Linsensuppe.

Viele Stunden Vorbereitung

An den Ständen standen die Gäste dicht gedrängt, um nicht nur die Suppen zu erhalten, sondern auch, um von den Köchen zu erfahren, was in den Töpfen war. Beim Suppenfest entstand ein geselliges Miteinander unter den Besuchern und den Flüchtlingen, die einige Zeit in Lohra lebten und gerne dorthin zurückkommen. Schnell waren­ die ersten Töpfe geleert und kurz darauf auch die letzte Suppe ausgelöffelt.

Am Nachmittag lockte ein großes Torten-Buffet weitere Gäste ins Bürgerhaus, in dem Kinder der Gäste unter Betreuung malen, basteln oder sich schminken lassen konnten.
Viele Stunden arbeitete das Team um Köhler, um das Suppenfest mit internationalem Flair vorzubereiten. Zudem waren mehr als 30 Helfer des ­Arbeitskreises den ganzen Tag über im Einsatz. Bürgermeister Georg Gaul bezeichnete die Arbeit des AK als gelebtes Ehrenamt. Hier begegnen sich Menschen aus verschiedenen Nationen und Kulturen und verständigen sich untereinander.

Mit einem spontanen Auftritt begeisterte Rudolf Trautmann die Besucher mit seiner Mundharmonika. Für gute Unterhaltung sorgte das Duo Ronny Moucka (Softeis/Purple) und Rolf Wahl an der Gitarre. Gleich vier Lieder trug der Gesangverein „Liederhort“ um Olga Schuler vor. Für Stimmung sorgten auch die Kürbismusikanten aus Bellnhausen mit ihren ungewöhnlichen Instrumenten, den Kalebassen. Sie nahmen die Besucher auf eine musikalische Reise von Spanien über Amerika und Afrika bis zur Waterkant mit. Die „Line Dancer“ aus Gladenbach legten eine flotte Sohle aufs Parkett. Zum Schluss glänzte der Chor „Potpourri“ um Christa Löffler, mit einigen Liedern.

von Ingrid Lang