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Hinterland Streit um die Routen
Landkreis Hinterland Streit um die Routen
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11:00 27.05.2021
In der Gemeinde Lohra wird über neue Radwege diskutiert.
In der Gemeinde Lohra wird über neue Radwege diskutiert. Quelle: Thorsten Richter
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Lohra

Neben dem Einrichten eines neuen Jugendraumes in Lohra, diskutierten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses ebenfalls lange über mögliche Radwege in der Gemeinde. Dazu gab es zwei Vorschläge, einen von der CDU und einen Änderungsantrag von den Grünen.

Der CDU-Antrag zielt darauf ab, als möglichen Verlauf eines Radweges von Altenvers nach Damm den zweien einer Machbarkeitsprüfung einen weiteren hinzuzufügen.

Als Grund führt die CDU die Kosten für den Ausbau der Feldwege an, über die die beiden anderen Varianten führen. Diese werden auf jeweils eine Million Euro geschätzt, was dazu führe, dass das Entstehen der Radwege in den nächsten Jahren nicht verwirklicht werde.

Außerdem komme da viel Geld auf die Gemeinde zu, meinte Jürgen Will und warb für die Variante der CDU. Diese sei zwar drei Kilometer länger, ließe sich aber preisgünstiger und deshalb auch in absehbarer Zeit verwirklichen. Aufwändig seien nur zwei Teilstücke im Reimershäuser Wald, die trockengelegt werden müssten.

Er sei diesen Weg elf Jahre lang täglich gefahren, bemerkte Markus Hemberger. Man solle diese Variante nicht von vornherein ausschließen, meinte der SPD-Fraktionsvorsitzende, bemerkte aber, dass dann immer noch die Anbindung weiterer Verstal-Orte fehle.

Dazu sagte Bürgermeister Georg Gaul, dass schon im Jahr 2017 Radwegeverbindungen zu den Orten skizziert worden seien.

Einen ersten schon 2016 eingebrachten Antrag für ein Gesamtkonzept wolle man wieder ins Laufen bringen, erklärte Herbert Schepp für die Grünen. Mit der von ihnen angeregten Variante von Kirchvers nach Reimershausen könne auch das Anbinden an den Salzböderadweg erfolgen und berühre den CDU-Antrag nicht. Der Weg solle mit einem fahrradtauglichen Belag versehen werden, der auch mit Traktoren zu benutzen sei.

Als Begründung für ihren Antrag führen die Grünen auf, dass die vorgeschlagene Trasse schon seit Jahrzehnten von Radfahrern und auch Spaziergängern genutzt sowie am schnellsten und günstigsten zu verwirklichen sei und die Dörfer aufwerten werde.

Geprüft werden soll auch, ob Zuschüsse vom Landkreis und dem Verein „Marburger Land“ zu erhalten seien. Da der größte Teil der Strecke durch Gelände von Waldbesitzern führe, sei mit diesen die Möglichkeit einer Nutzung zu klären.

Franziska Willershausen (BfB) meinte, dass der zweite vor dem ersten Schritt getan werde. Man solle erst in einem Konzept festlegen, was insgesamt gewollt werde und dann die Teilstücke festlegen.

Ihr Fraktionskollege Harald Rink bemerkte, dass beide Anträge auf eine Prüfung von Ähnlichem abzielen und dies doch einfach getan werden solle. Danach könne über das Resultat debattiert werden.

Nachdem Schepp aus dem Änderungs- einen eigenen Antrag machte, empfahl der Hauptausschuss der Gemeindevertretung beide mehrheitlich zur Annahme.

Die Gemeindevertreter tagen am Donnerstag, 27. Mai, ab 19 Uhr im großen Saal des Bürgerhauses Lohra. Dort kommen auch die im Ausschuss unstrittigen Themen, wie das Erweitern der Kindertagesstätten in Altenvers und Kirchvers oder die Anlage eines Spiel- und Begegnungsplatzes in Willershausen zur Sprache.

Von Gianfranco Fain

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