Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Hinterland „So viel Liebe habe ich lange nicht erlebt“
Landkreis Hinterland „So viel Liebe habe ich lange nicht erlebt“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:10 24.08.2020
Alan Crook stimmte zusammen mit Bettina Staats das eine oder andere Liedchen an. So sehr freut ihn die Überraschung zu seinem Geburtstag.
Alan Crook stimmte zusammen mit Bettina Staats das eine oder andere Liedchen an. So sehr freut ihn die Überraschung zu seinem Geburtstag. Quelle: Foto: Sascha Valentin
Anzeige
Dautphe

Manchmal stehen auch einem altgedienten Rocker mal die Tränen in den Augen. So wie bei „Status Quo“-Songschreiber Alan Crook am Wochenende in Dautphe. Dort wurde der Brite von seinen deutschen Freunden zum Geburtstag überrascht. Eingefädelt hatte die Überraschung seine Cousine Martina Gerlach, die ihn zu seinem Geburtstag ins Hinterland eingeladen hatte.

„Alan hatte mir schon mehrfach von den Zuständen in England wegen der Corona-Krise erzählt und wie sehr ihn das belastet“, berichtete Gerlach. Deswegen wollte sie ihn an seinem Geburtstag unbedingt dort raus- und ins Hinterland holen, das für den Briten in den vergangenen Jahren zur zweiten Heimat geworden ist. Kurzfristig sei dann die Idee entstanden, sogar eine kleine Party für ihn zu machen – von der er nichts wissen sollte. Dafür holte sich Gerlach auch die Sängerin Bettina Staats ins Boot, die das Geburtstagskind bereits auf dem Rathausplatz erwartete, als er dort eintraf.

„Ich dachte, sie wäre eine Sängerin, die einen Auftritt hat und Werbung für sich macht“, erzählte Alan Crook später. „Als sie dann Happy Birthday gesungen hat, habe ich mich schon gewundert“, berichtete er weiter. Als dann mit „Rockin’ all over the world“ auch noch einer der großen „Status Quo“-Hits folgte und weitere Bekannte von Crook auftauchten, dämmerte es ihm schließlich und die Tränen brachen sich Bahn. „So viel Liebe habe ich lange nicht erlebt“, gestand Crook und erzählte von den vergangenen Monaten in England.

In seinem Haus lebe er alleine und habe eigentlich auch kein Problem damit. „Aber mit Corona sind die Dinge noch mal anders“, betonte er. Nur zweimal in der Woche habe er das Haus zum Einkaufen verlassen dürfen. An Konzerte mit seiner Band oder Freunde in Pubs zu treffen, sei nicht einmal zu denken gewesen. Das mache doch sehr einsam.

Umso mehr überwältigte Crook die Überraschung, die seine Freunde in Dautphe vorbereitet hatten. „Diese Menschen sind einfach wunderbar“, gestand er. „Normalerweise komme ich immer zu Rockin’ Hinterland hier her“, sagte der Jubilar weiter. „Aber ich brauche gar kein Festival dafür. Das hier ist für mich Heimat.“

Von Sascha Valentin