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Hinterland Betreibersuche für Freizeitzentrum läuft
Landkreis Hinterland Betreibersuche für Freizeitzentrum läuft
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12:53 08.09.2019
Einige der bisherigen Attraktionen auf der Sackpfeife sind schon Schnee von gestern. Die Stadt Biedenkopf möchte das Freizeitzentrum auf ihrem Hausberg neu entwickeln und sucht nun nach Betreibern. Quelle: Thorsten Richter
Biedenkopf

Per Zeitungsannonce und über andere Kanäle sucht die Stadt Biedenkopf Interessenten für den Betrieb der Gaststätte auf der Sackpfeife und ebensolche für die weiteren Freizeit-Attraktionen, die noch entstehen könnten. Dieser Aufruf laufe parallel zu dem für die Berggaststätte, erklärt Jürgen Nies, Büroleiter der städtischen Verwaltung. Aber man hätte auch nichts dagegen, es wäre sogar „optimal“, wenn ein Betreiber für alles gefunden werde, ergänzt Nies.

Anfang dieses Jahres startete die Stadt ebenfalls auf mehreren Kanälen die Suche nach einem Pächter für die neue Berggaststätte. Diese soll anstelle der abgebrannten Hütte auf der Sackpfeife ­entstehen – grob angepeilter Bautermin ist das Frühjahr 2021.

Laut Nies gibt es Bewerber für die Gaststätte, aber die Gespräche um die Betreiberkonzepte mit den Vorstellungen der Stadt in Einklang zu bringen, „ziehe sich in die Länge“. Auch für den Betrieb des Freizeitzentrums hätten sich schon Interessenten gemeldet, aber die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 27. September. Somit ist es noch zu früh, um irgendwelche Aussagen zu treffen.

Stufenkonzept

Das Stufenkonzept der Stadt Biedenkopf sieht folgende mögliche Aktivitäten vor:

  • Bungee-Trampolin und Scooter werden weiter betrieben, das Tiergehege und der Sinnespfad bis 2020 zurückgebaut, der Spielplatz bis 2020 überarbeitet.
  • Priorität haben sodann:
  • Bis 2020/2021 soll der Bebauungsplan geändert werden.
  • Bis 2021/2022 werden ein Bauantrag für eine Ganzjahresrodelbahn gestellt und weitere Planungen eingeleitet.

Nachfolgend sieht das Konzept als mögliche Projekte vor:

  • Bis 2021: eine Holzkugelbahn, eine Rutschenbahn, einen Waldweg, sowie den Bau einer Spielgolf-Anlage.
  • Bis 2022 erfolgt der Abbruch der Sesselbahn und Schlepplift samt Bergstation und sonstiger Gebäude sowie der Rodelbahn. Für den selben Zeitraum ist der Bau einer Ganzjahresrodelbahn angedacht.
  • Bis 2023/2024 könnte der Bau eines Kletterturms folgen.
  • Bis 2024/2025 könnte eine Flyline errichtet werden.

Weitere Attraktionen, die später folgen könnten: Disc-Golf, Seilrutsche (Zip-line), Zorbing, Nordic-Walking-Zentrum, Aussichtsturm, Greifvogelschau, Erlebnis-Spielplatz, Kletterwald und ein Naturlehrhaus.

Derweil liegt seit Anfang dieses Jahres beim Landkreis ein Bauantrag für die Gaststätte vor, ergänzende Unterlagen reichte die Stadt schon nach. Auch auf dem Hausberg ist einiges geschehen. Das Tiergehege und der Sinnespfad sind zurückgebaut. Als nächstes steht das Aufwerten des Spielplatzes an. Der ist zwar noch gut in Schuss, neue Geräte sollen ihn aber attraktiver machen. Damit das geschehen kann, müssten die Ausgaben dafür im Haushalt des nächsten Jahres enthalten sein und die Stadtverordneten zustimmen.

Denn sie stimmten Ende Fe­bruar überraschend einem Stufenkonzept des Magistrats zum Sommerbetrieb auf der Sackpfeife unter der Bedingung zu, über das Umsetzen der einzelnen Attraktionen letztlich beraten und beschließen zu dürfen. Das Ja zum Konzept ermöglichte dem Magistrat, einen Bebauungsplan auf den Weg zu bringen sowie Verhandlungen mit Investoren zu führen und Zuschüsse zu beantragen. Zuvor entschieden sie, dass es aufgrund des Zustandes der veralteten Anlagen auf der Sackpfeife keinen Winterbetrieb mehr geben wird.

von Gianfranco Fain