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Hinterland Sophia I. genießt das Bad in der Menge
Landkreis Hinterland Sophia I. genießt das Bad in der Menge
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10:00 31.07.2019
Sophie Krämer (17) ist als Kirschenkönigin die Repräsentantin der Stadt Gladenbach. Für sie ist die Aufgabe eine Herzensangelegenheit. Quelle: Silke Pfeifer-Sternke
Gladenbach

Die Aufgabe, ­ihre Heimatstadt Gladenbach als ­Repräsentantin zu vertreten, ­erfüllt die 17-Jährige mit Stolz. Ihre ersten offiziellen Auftritt mit der Eröffnung der Open-Air-Festivalreihe „Donnerstags in Gladenbach“ vor zwei Wochen auf dem Gladenbacher Marktplatz hat sie souverän gemeistert. Es fällt ihr nicht schwer, vor Publikum zu reden.

Sophia Krämer hat Bühnenerfahrung. „Ich singe in einer Band“, sagt sie. Ein bisschen Bammel hatte sie nur vor dem ersten Auftritt im Kirschenmarktzelt. Die Anspannung stieg, als sie vor dem Eingang stand. Sobald sie den passiert hatte, war auch das Lampen­fieber weg. Dass sie am Abend die Krone erhält, war für sie erst vor dem letzten Durchgang klar.

Immer öfter auf der Straße erkannt

Sie hatte allerdings auch vor dem Wahltermin alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihre Freunde und Bekannten zu mobilisieren, für sie im Festzelt zu johlen und zu kreischen. ­Viele aus ihrer Gemeinde „Special Service“, aber auch Vereinsmitglieder aus dem Jiu-Jitsu-Verein, in dem sie seit elf Jahren trainiert, waren gekommen – und natürlich die Familie. Ihr größter Fan ist ihre Schwester ­Lena, die mit Schulfreunden zum Anfeuern der großen Schwester im Festzelt war. So war auch ­Lena es, die das erste Selfie mit der neuen Kirschenkönigin auf ­ihrem Smartphone hatte.

Mittlerweile wird die 17-Jährige immer öfter auf der Straße erkannt und auch angesprochen. Die Kirschenkönigin genießt in Gladenbach einen hohen Stellenwert – vor allem auch bei den Kindern. Von der Begeisterung, mit der die Kinder nach der Wahl auf sie zugekommen sind, ist Sophia Krämer noch immer überwältigt. Es ist noch besser, als sie es sich vorgestellt hatte.

Amt war ihr Ziel

Als Kind träumte sie den Traum jedes kleinen Mädchens: ­eine Prinzessin zu sein. Für zwölf Monate ist sie eine Königin und das Leuchten in den Augen, das sie früher beim Anblick der Kirschenköniginnen hatte, sieht sie nun aus einer anderen Perspektive.

In ihrer Erinnerung waren die Kirschenköniginnen immer große hübsche Mädchen. Sie hat sie angehimmelt, wenn sie über den Laufsteg gelaufen sind. Dort auch einmal drüber zu laufen, hat sie sich zum Ziel gesetzt. Mit 17 Jahren fühlte sie sich alt genug, sich dem Wettbewerb zu stellen. Sie war auch die erste, die sich um das Amt beworben hatte. Am Ende setzte sie sich gegen ihre Kindergarten-Freundin Alicia Ronzheimer (16) durch. Die Chancen, die Wahl zu gewinnen, lagen bei 50 Prozent. „Es war aber auch Glück dabei“, muss Sophia zugeben.

Cousin ist Prinz

Das Amt ist für sie wie maßgeschneidert. Sie freut sich auch schon auf die offiziellen Termine, die noch kommen werden. „Für mich ist es ein Privileg, das machen zu dürfen“, sagt sie. Auch ihr Prinz, Cousin Lennard Müller, genieße sein Amt. Er versuche so oft es geht bei den Terminen dabei zu sein, sagt Sophia Krämer. Schon die Teilnahme am Festzug mit der Fahrt im Cabriolet durch die Straßen Gladenbachs sei für beide ein Höhepunkt gewesen. Als ihren größten und wichtigsten Auftritt schätzt die 17-Jährige die Eröffnung des Kirschenmarktes 2020 ein. „Das wird eine große Ehre für mich“, sagt sie.

von Silke Pfeifer-Sternke