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Hinterland Blick aufs älteste Bild von Biedenkopf
Landkreis Hinterland Blick aufs älteste Bild von Biedenkopf
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11:56 04.06.2020
Im Hinterlandmuseum wird bis zum 19. Juli eine Sonderausstellung gezeigt. Quelle: Archiv
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Biedenkopf

Das Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf zeigt bis zum 19. Juli 2020 die Sonderausstellung „Georg Ludwig Engelbach (1817 bis 1894) – Künstler und Turner aus Biedenkopf“. Engelbach zählt zu den Künstlern aus Biedenkopf, die auch überregional bekannt geworden sind.

Das Hinterlandmuseum gibt in dieser Ausstellung einen Überblick über das Leben und Werk von Georg Engelbach und zeigt originale künstlerische Exponate aus seinem Besitz. Dies sind vor allem Bleistiftzeichnungen aus seiner Frühzeit.

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Neben Porträts ist eine Ansicht von Biedenkopf bemerkenswert, die zu den ältesten überlieferten Bildern von dieser Stadt zählt. Zum Vergleich werden weitere Stadtansichten aus dem 19. Jahrhundert anderer Künstler präsentiert.

Als Künstler ist Georg Engelbach bekannt für seine Werke der Lithographie, also der Steinzeichnung, bei denen er Porträts von bedeutenden Persönlichkeiten seiner Zeit schuf.

Mit „Turnvater“ bekannt

Engelbach ist darüber hinaus untrennbar mit der Turnbewegung verbunden. Er gehörte zu ihren führenden Vertretern und war persönlich mit „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn bekannt und mit Professor Hans Ferdinand Maßmann, einem weiteren Turnpionier, auch familiär eng verbunden. Ihre Persönlichkeiten hat Engelbach ebenfalls porträtiert. Bezeichnenderweise wurde die Lithographie von Turnvater Jahn sein berühmtestes Werk.

Die Turnbewegung war im 19. Jahrhundert auch eine politische Bewegung. Engelbach engagierte sich stark für ihre Ziele, die etwa auf die Schaffung eines deutschen Nationalstaates gerichtet waren. Dies spiegelt sich in seinem Werk wider, das etwa die Völkerschlacht bei Leipzig 1813 oder die Kriege von 1848, 1866 und 1870/71 thematisiert.

Reduzierte Öffnungszeiten

Das Hinterlandmuseum startet die Museumssaison wegen des Coronavirus mit einer reduzierten Öffnungszeit: Geöffnet hat das Museum montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, sowie samstags, sonntags und an gesetzlichen Feiertagen von 10 bis 18 Uhr.

Beim Besuch ist das Tragen einer selbst mitgebrachten Mund-Nase-Bedeckung für die Besucherinnen und Besucher verpflichtend. Zudem gelten die üblichen Hygiene- und Abstandsbestimmungen.

Von unseren Redakteuren

04.06.2020
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