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Hinterland Rennen durch Staub oder Schlamm
Landkreis Hinterland Rennen durch Staub oder Schlamm
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13:00 06.09.2019
Am Samstag heißt es wieder Start frei für das Mofa-Cross-Rennen Rüchenbach. Quelle: Thorsten Richter
Rüchenbach

Nach zwei trockenen Jahren, in denen die Fahrer und auch die Zuschauer am Rand der Rennpiste viel Staub schluckten, versprach die Wetterprognose für diesen Samstag zur Abwechslung eine Schlammschlacht. Doch was die erwarteten rund 1 000 Zuschauer am Rande der Rennpiste wohl erfreut hätte, tritt zur Erleichterung der Fahrer vermutlich nicht oder nur in gemäßigtem Maße ein. „Die Wettervorhersage bessert sich von Tag zu Tag. Wir sind von 12 Liter Regen auf einen Quadratmeter auf einen Liter innerhalb einer Stunde gefallen“, freut sich Dennis Stöfhas vom veranstaltenden Verein Klein Kaliber Motorsport Hinterland (KKMSH).
Noch besser findet Stöfhas, dass der erwartete Liter Regen am Vormittag niederkommen soll. Das bedeutet: Während des 12. Mofa-Rennens am Nachmittag herrschen optimale Bedingungen – die angefeuchtete Piste gibt weder zu viel Staub noch Schlamm ab, bietet den Mofa-Rädern richtig Grip.

Der fast 900 Meter lange Rundkurs oberhalb von Rüchenbach ist schon renntauglich gemacht. Mit Hilfe eines Baggers der Firma Michel legten die Vereinsmitglieder Sprunghügel, Steilkurven und Waschbretter an. Abends trainieren sie schon auf der Strecke, wollen ihren Heimvorteil ausnutzen.

Bisher meldeten sich 30 Teams aus allen Teilen Deutschlands an, bis Freitagabend, dem Meldeschluss, könnten es aber noch mehr werden. Mit dabei sind auf jeden Fall heimische Piloten aus Gladenbach, Bad Endbach, Bracht, Altenvers, Angelburg und Marburg.

Freitag Training, Samstag Rennen

Nach dem freien Training am Freitagabend, das um 18 Uhr beginnt, stehen am Samstag die Rennen an. Bereits um 11 Uhr fahren die Nachwuchspiloten beim Kinder-Cross-Rennen auf entsprechenden Maschinen in 20 Minuten ihren Sieger aus. Danach lassen die Senioren die Motoren ihrer hochmodernen oder klassischen Maschinen röhren.

Um 12 Uhr fällt das Startzeichen für die 300 Minuten von Rüchenbach. Nach einem Le-Mans-Start, das heißt, die Piloten laufen zu ihren abgestellten Maschinen, starten diese und gehen den ersten Durchgang des Rundkurses an, siegt am Ende das Team, welches in fünf Stunden die meisten Runden absolviert.

Teilnehmen kann jeder, der ein einspuriges Fahrzeug bis 53 Kubikzentimeter Hubraum an den Start bringt. Da die Fahrzeuge in drei Klassen – Serienklasse, Spezialklasse und Fußrastenklasse – eingeteilt sind, kann es für die Zuschauer schon verwirrend sein, wenn Zündapps oder Kreidlers im typischen Mofa-Design der 1970er-Jahre oder auch als sogenannte Mokick neben aktuellen Maschinen ihr Material einer harten Belastungsprobe aussetzen. Da kann während des Rennens auch schon mal ein Teil abfallen, das Mechaniker in der Box dann schnell wieder anschweißen müssen.

Ab 18 Uhr Siegerehrung

Nach dem Zieleinlauf um 17 Uhr stehen die Sieger fest, die ab 18 Uhr prämiert werden. Damit ist der Renntag beendet, das Event aber noch nicht. Denn abends geht die Post anders ab. Am Festzelt heizen zwei Livebands den Fahrern und Gästen ein. Als Vorband startet „Black Dust Road“. Nach der Band aus Hinterland treten die „Kneipenterroristen“ aus Hamburg auf die Bühne, die laut Stöfhas Musik wie die Hinterländer Cover Formation „Still counting“ machen.

Parkflächen stehen an der Rennstrecke zur Verfügung. Zu erreichen ist die Rennpiste aus Richtung Marburg über die Bundesstraße 255 Richtung Gladenbach bis Abfahrt Rüchenbach.

von Gianfranco Fain