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Hinterland Raubüberfall: 19-Jähriger in U-Haft
Landkreis Hinterland Raubüberfall: 19-Jähriger in U-Haft
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14:03 09.10.2019
Einen in der Kreuzstraße ansässiger  Handwerksbetrieb suchte sich ein Räuber für einen  Überfall aus. Quelle: Gianfranco Fain
Gladenbach

Während ein der des Raubes verdächtige 19-Jährige noch in Untersuchungshaft vernommen wird, gehen die Ermittler davon aus, dass der vorübergehend festgenommene 14-Jährige an der Tat nicht beteiligt war.

Dem Zusammenfügen eines Puzzles gleicht derzeit die Arbeit der Ermittler zum Raubüberfall, der sich am Montag voriger Woche in Gladenbach ereignete. Der als Tatverdächtiger in Untersuchungshaft sitzende 19-jährige Mann wird weiterhin vernommen, erklärt Staatsanwalt Timo Ide auf Anfrage der OP. Mehr als das bereits vorige Woche nach der Festnahme verkündete Geschehen zur Tat könne somit nicht gesagt werden, erklärte der Sprecher der Marburger Staatsanwaltschaft weiter.

Es habe sich mittlerweile­ herauskristallisiert, fügt der Staatsanwalt auf Nachfrage jedoch an, dass der ebenfalls festgenommene 14-Jährige wohl nichts mit dem Raubüberfall zu tun hat. „Dafür gibt es keine Anhaltspunkte“, sagt Ide.

Der 14-Jährige befand sich in Begleitung des 19-Jährigen auf dem Gladenbacher Marktplatz, als Polizisten aus Biedenkopf und Marburg die Fahndung gegen 15 Uhr mit der Festnahme der beiden beendeten. Den ­Jugendlichen übergaben die ­Ermittler allerdings bald nach seiner Vernehmung den Erziehungsberechtigten.

Nach Informationen der OP soll sich der Raubüberfall am Montag voriger Woche folgendermaßen abgespielt haben: Gegen 13.10 Uhr betrat ein ­offensichtlich junger Mann das Büro eines Handwerksbetriebes in der Kreuzstraße. Der maskierte Mann bedrohte die Angestellte mit einer Waffe und forderte die Herausgabe des Geldes aus der Kasse. Wie die OP bereits berichtete, befanden sich darin rund 2 200 Euro.

Nachdem die Angestellte dem Räuber das Geld aushändigte, verließ dieser das Büro und floh zu Fuß. Eine gute Täterbeschreibung ermöglichte es den Ermittlern im Zuge einer Fahndung, rund zwei Stunden später unweit des Tatortes auf dem Gladenbacher Marktplatz einen im Hinterland lebenden 19-Jährigen als Tatverdächtigen festzunehmen.

Ins Visier der Fahnder geriet der 19-Jährige aufgrund seiner Kleidung und eines weiteren Indizes. Zwar war er maskiert und trug eine andere Jacke, doch die Videoaufzeichnung einer Überwachungskamera zeigten auch die Bekleidung der unteren Körperhälfte.

Die Aufzeichnungen stammten vom Vormittag, als ein junger Mann das Büro des Handwerksbetriebs betrat, das sich im Hinterhof eines Hauses der Kreuzstraße befindet. Vermutlich während des Begleichens einer Rechnung erhielt der Tatverdächtige Kenntnis von dem ungewöhnlich hohen Geldbetrag in der Kasse.

Zudem vermuten die Ermittler, dies erklärte Staatsanwalt Ide schon vorige Woche, dass eine bei der Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen gefundene Softair-Waffe, die Tatwaffe sein könnte.

Weitere Hinweise könnten von Besuchern einer Gaststätte in der Nähe des Tatortes kommen. Darin soll der Tatverdächtige den Recherchen der OP zufolge vor der Tat eingekehrt sein. Womöglich reifte dort der Plan zum Überfall, und das Verhalten des Tatverdächtigen könnte weitere Hinweise liefern.

von Gianfranco Fain