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Hinterland Gladenbach sucht Anschluss nach Dautphetal
Landkreis Hinterland Gladenbach sucht Anschluss nach Dautphetal
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09:57 30.07.2020
Die Gladenbacher Christdemokraten möchten die Beteiligung aller Fraktionen am Radwegeplan. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Themenfoto
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Gladenbach

Der Radwegebau hat unter den Dautphetaler Gemeindevertretern eine hohe Priorität. Seit Jahren setzt sich das Gremium für den Bau von Verbindungen ein, zum Beispiel den Schluss der Lücke von Mornshausen nach Herzhausen sowie einer sicheren Querung der kurvigen Bundesstraße in den Ort.

Ende Juni des vorigen Jahres sprachen sich die Kommunalpolitiker einstimmig für einen Radweg von Holzhausen nach Runzhausen aus.

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Der CDU-Fraktionsvorsitzende Horst Falk erklärte damals zum Antrag für den Lückenschluss im Radwegenetz beider Kommunen, dass Fahrräder nicht nur in der Freizeit oder zum Sport genutzt werden, sondern zum Beispiel gerade E-Bikes eine Alternative für die Fahrt zur Arbeitsstelle seien, wenn diese sich in der näheren Umgebung befinden. Einen Radweg von Dautphetal nach Gladenbach gebe es aber nicht.

Einen gleichlautenden Antrag legte die Gladenbacher CDU zur Sitzung der Stadtverordneten vor, der jedoch keine Mehrheit fand, was Dr. Falk bedauerte, denn als Mittelzentrum müssten die Gladenbacher doch daran interessiert sein, dass auch Dautphetaler Bürger dort einkaufen.

CDU verweist auf Ebsdorfergrund

Nun kündigt der Gladenbacher CDU-Stadtverband einen neuen Vorstoß an, weil die Bundesstraße 453 nicht gefahrlos mit dem Fahrrad zu befahren sei, die Gefahr durch die angebrachten Schutzplanken für Radfahrer sogar noch größer geworden sei, erklärt der Stadtverbands-Vorsitzende Marc Bastian.

Da die Mehrheitsfraktionen den CDU-Antrag im Vorjahr mit der Begründung ablehnten, dass der Landkreis bereits Radwege plane, will die Fraktion erreichen, entweder die Pläne des Landkreises umzusetzen oder eine eigenständige Planung mit den Nachbarkommunen voranzutreiben. Wie das funktioniere, habe die Gemeinde Ebsdorfergrund bewiesen, die erfolgreich ­mehrere Radwege durchsetzte, sagt Bastian, der auch Stadtverordneter ist. Aus seiner Sicht dürfe sich das Mittelzentrum Gladenbach beim Bau von Fahrradwegen von Nachbarkommunen nicht den Rang ablaufen lassen.

Deshalb laden die Christdemokraten alle Fraktionen des Stadtparlaments ein, „dieses immer wichtiger werdende Thema auch in Gladenbach mit der entsprechenden Ernsthaftigkeit zu diskutieren“.

Das Ziel soll ein gemeinsamer Plan sein, der auch gemeinsam durchgesetzt werde, damit „unsere Stadt und die Ortsteile auch für Fahrradfahrer noch attraktiver und vor allem sicherer wird“. Man wolle nicht warten, bis Ideen von anderen Stellen kommen, sondern wolle den Landkreis wissen lassen, dass die Stadt Gladenbach in dieser Thematik nicht lockerlasse.

Von Gianfranco Fain

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