Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Hinterland "Polizist" stellte unverfängliche Fragen
Landkreis Hinterland "Polizist" stellte unverfängliche Fragen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:54 23.10.2017
Einen neuen Trick versuchten Betrüger in Buchenau: Sie gaben sich am Telefon als Polizisten aus.
Einen neuen Trick versuchten Betrüger in Buchenau: Sie gaben sich am Telefon als Polizisten aus. Quelle: pixabay
Anzeige
Buchenau

Der neueste Fall, von dem die Marburger Polizei berichtet, ereignete sich am Sonntag in Buchenau. Hier rief ein "Polizist" an, der angab, dass es angeblich Hinweise auf bevorstehende Einbrüche in der Gegend geben würde. Dabei hatte der Täter nur ein Ziel: durch unverfängliche Fragen persönliche Daten, Lebensumstände und Vermögensverhältnisse zu erfahren.

Diese könnten die Anrufer dann für weitere Taten wie beispielsweise Einbrüche oder Betrügereien nutzen. Martin Ahlich von der Polizeidirektion Marburg betont: "Die Polizei ruft nirgendwo an, um vor bevorstehenden Einbrüchen zu warnen oder über erfolgte Festnahmen zu berichten. Definitiv erscheint die Nummer der Polizei auch nicht im Display des Telefons - weder als 110 noch als reguläre amtliche Rufnummer."

Nichts sagen, nichts geben, keinen reinlassen

Und der Pressesprecher fügt noch hinzu: "Eigentlich gibt es eine ganz einfach Formel, wie man sich davor schützen kann, Opfer solcher Betrüger zu werden, nämlich am Telefon nichts sagen, Unbekannten nichts geben und keine Fremden reinlassen!" Auf die angezeigten Nummern im Telefondisplay sollte man sich auf keinen Fall verlassen.

"Die Technik macht es heutzutage möglich, jede x-beliebige Nummer im Display des Gesprächspartners erscheinen zu lassen und viele Gauner beherrschen diese Technik", so Martin Ahlich weiter. Im Zweifelsfall sollten die Opfer, nachdem sie das Gespräch beendet haben, sich bei der Polizei oder eben bei Enkel, Nicht, Bekannten unter der ihnen bekannten Rufnummer vergewissern.