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Hinterland Zu laut und zu schnell
Landkreis Hinterland Zu laut und zu schnell
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21:16 27.07.2020
Themenfoto: Die Polizei kontrollierte am Sonntag rund um den Aartalsee.  Quelle: Thorsten Richter
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Oberweidbach

Die Ordnungshüter waren für die Verkehrssicherheit mit den zivilen Videokrädern unterwegs. Das berichtet Polizeisprecher Martin Ahlich. Die Motorräder streiften am Sonntag, 26. Juli, zwischen 11 und 17 Uhr rund um den Aartalsee und die Zollbuche. Mittags seien aufgrund der wechselhaften Witterung und kurzen Schauern fast keine Kradfahrer auf den bekannten Strecken anzutreffen gewesen. Erst ab dem frühen Nachmittag nahm laut Ahlich der Zweiradverkehr zu, ohne dass die Kradfahrer dabei negativ auffielen. 

Der Zivilstreife fielen dann jedoch am See zwei Corvettes aufgrund ihrer schon im Stand immensen Lautstärke auf. Wegen der Radfahrer und Fußgänger auf dem parallel verlaufenden Radweg und einer Fußgängerquerung gilt eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 Kilometern pro Stunde. Die Videoaufnahme der Polizei beweise eine tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit von bis zu 130.

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Bei der technischen Überprüfung stellte die Polizei jeweils eine bewusst manipulierte Abgasanlage fest. Ein Fahrzeugführer hatte seine elektronisch geregelte Klappenauspuffanlage mittels Draht blockiert und fuhr dadurch quasi mit dauerhaft geöffneter Klappe.

Beide Fahrzeuge erreichten bei der Standgeräuschmessung nahezu eine Lautstärke im dreistelligen Dezibel-Wert. Erlaubt wären nach den Fahrzeugpapieren 91 Dezibel gewesen. Eine Erhöhung von 10 Dezibel führt quasi zu einer empfundenen Verdoppelung des gehörten Geräuschs, erklärt der Polizeisprecher. Für die Autofahrer war die Fahrt damit zu Ende. Die Polizei schraubte die Kennzeichen ab und stellte die Zulassungsbescheinigungen sicher. Die Polizei lässt zudem prüfen, ob ein Aufkleber am Heck einen beleidigenden Inhalt hat und damit strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht. Die Fahrer erwartet ein Bußgeld im dreistelligen Euro-Bereich und ein Punkt im Zentralregister.

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