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Hinterland Ausschreibung in Bad Endbach
Landkreis Hinterland Ausschreibung in Bad Endbach
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15:59 11.09.2019
Dekan Andreas Friedrich äußert sich zur Situation in Bad Endbachs evangelischer Kirchengemeinde. Quelle: Silke Pfeifer-Sternke/Archiv
Bad Endbach

Dekan An­dreas Friedrich rechnet damit, dass der Kirchenvorstand der Gemeinde Bad Endbach zum Jahresende hin, spätestens aber im Frühjahr, wieder handlungsfähig sein wird.

Die Ausschreibung der Pfarrstelle, die nach dem Weggang Michael Clements (die OP berichtete) erst einmal vakant sein wird, sei in der Planung, sagte­ Dekan ­Andreas Friedrich. ­Innerhalb von drei Monaten ­waren fünf der insgesamt acht Mitglieder im Kirchenvorstand (KV) zurückgetreten.

Viertes Mitglied in Gremium berufen

Der Dekanatssynodalvorstand musste daraufhin die Geschäfte übernehmen: Zwei seiner Mitglieder bildeten mit den verbliebenen drei KV-Mitgliedern einen Verwaltungsausschuss. Inzwischen habe man ein viertes Mitglied nachberufen können, berichtete Friedrich, der dem Gremium zusammen mit Frank Rudolph seitens des Dekanatssynodalvorstands angehört.

Er rechnet damit, dass sich weitere Ehrenamtliche finden lassen, die an dieser Stelle für die Gemeinde Verantwortung übernehmen wollen. „Wenn wir die mindestens vorgeschriebene Zahl erreichen, ist der KV wieder handlungsfähig“, sagte­ Friedrich, „das wird gewiss nicht erst 2021 der Fall sein.“

Erst Bilanz, dann Ausschreibung

Die Entscheidung über die Nachberufungen trifft der ­Dekanatssynodalvorstand. „Wir werden Menschen bevorzugen, die für einen Neuanfang stehen“, sagte der Dekan. Ein wichtiger Aspekt ist für ihn, dass Mitarbeiter Wertschätzung genießen und den nötigen Freiraum bekommen.

Als nächster Schritt steht eine Bilanz der jüngsten Entwicklung mit Pröpstin Annegret Puttkammer an. Sie dient laut Friedrich dazu, die Wünsche und Erwartungen der beiden Kirchenvorstände an einen neuen Pfarrer zu formulieren. Danach werde man die Stelle im Amtsblatt ausschreiben.

Propstei kann Pfarrer zuweisen

Finde sich auch nach einer zweiten Ausschreibung kein Bewerber, komme die Gemeinde auf eine Liste der Propstei Nord-Nassau, über die den Gemeinden Pfarrer zugewiesen werden, die ihre Ausbildung beendet haben oder die aus anderen Landeskirchen zur EKHN kommen. Die Pröpstin werde gewiss darauf achten, einen Bewerber auszuwählen, der zu der Gemeinde passt.

Friedrich ist zuversichtlich, dass die Konflikte der Vergangenheit angehören. Für ihn ist ein Beleg die Feier zum 90-jährigen Bestehen der Kirche: „Die Gemeinde ist wieder miteinander unterwegs.“     

von Hartmut Bünger