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Hinterland Saniertes Bad startet im Testbetrieb
Landkreis Hinterland Saniertes Bad startet im Testbetrieb
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17:58 13.07.2020
In den nächsten Tagen muss der neue Saugroboter nur noch den Boden reinigen, dann ist das frisch sanierte Waldschwimmbad bereit für den Start der Badesaison am 15. Juli. Quelle: Foto: Sascha Valentin
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Holzhausen

Im größten Freibad des Landkreises, dem Waldschwimmbad Holzhausen, startet am Mittwoch, 15. Juli, die Badesaison. Allerdings wird es aufgrund der Corona-Beschränkungen zunächst nur einen Testbetrieb geben, wie der Förderverein mitteilte.

So dürfen nur Mitglieder des Vereins, die im Besitz einer Jahreskarte sind, das Bad nutzen. Tageskarten wird es hingegen in diesem Jahr keine geben. Hinzu kommt, dass die Besucherzahl zunächst auf 200 Gäste, die sich gleichzeitig im Bad aufhalten dürfen, begrenzt werden soll.

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Außerdem werden die Sprungtürme vorerst geschlossen bleiben und der Verleih von Schwimmutensilien entfällt. Der Kiosk hingegen hat geöffnet, so der Förderverein.

Darüber hinaus gelten die allgemeinen Schutzvorkehrungen: Es wird eine klare Wegeführung über das Schwimmbadgelände geben, Markierungen weisen auf die Sicherheitsabstände hin und es wird mehrere Möglichkeiten zur Händedesinfektion geben. „Außerdem wurde die Hausordnung angepasst, die jeder Besucher beim Betreten des Bades schriftlich anerkennen muss“, erklärt Svenja Niederhöfer vom Vorstandsteam des Fördervereins. Über seine Homepage www.waldschwimmbad-holzhausen.de stellt der Verein ein entsprechendes Formular zur Verfügung, das jeder Badegast ausdrucken und unterschrieben mitbringen muss.

Wie sich der Testbetrieb entwickele, hänge von verschiedenen Faktoren ab, sagt Niederhöfer. Einerseits dem Verhalten der Badegäste, andererseits aber auch von den aktuellen Infektionszahlen in der Region. „In regelmäßigen Abständen berät der Vorstand über die Anpassung der Anzahl zugelassener Gäste und weitere Lockerungen. Diese werden dann auf der Webseite bekannt gegeben“, betont Niederhöfer.

Dabei hätte sich der Förderverein gerade in diesem Jahr eine ganz normale und ungetrübte Badesaison mehr denn je gewünscht. Denn seit Herbst vergangenen Jahres wurde das Hauptbecken des Waldschwimmbads im Rahmen des Dorfentwicklungsprogrammes Ikek grundlegend saniert.

Dazu musste eine komplette Bodenplatte gegossen werden, um den Boden auszugleichen, erklärt Thomas Klingelhöfer, der seitens des Vereins die Bauleitung übernommen hat. Anschließend wurde eine Folie in das Becken eingezogen. Zudem sind die alte Überlaufrinne des Beckens abgebrochen, das komplette Pflaster ausgetauscht und die Rohre und Technik erneuert worden.

Gerade die maroden alten Rohre haben dem Verein durch immense Wasserverluste immer wieder zu schaffen gemacht, betont Klingelhöfer. Durch die neue Technik konnten auch die Befüllung und Absaugung des Hauptbeckens verbessert werden.

„Bisher strömte das Wasser von der Kopfseite ein. Nun erfolgt die Befüllung über mehrere Düsen auf den langen Seiten“, erklärt Klingelhöfer. Dadurch werde eine bessere Durchmischung des Wassers und Verteilung des Chlors erreicht. Aufgrund der baulichen Veränderungen mussten auch die Treppen und Einstiegsleitern in das Becken angepasst und die Fundamente der Sprungtürme erneuert werden.

„Durch Corona hat es zwar einige Verzögerungen gegeben, aber wir sind froh, dass wir zumindest in kleiner Besetzung durcharbeiten konnten“, freut sich Thomas Klingelhöfer über die erfolgreiche Maßnahme.

Nicht geplant war hingegen die Anschaffung einer neuen Reinigungsmaschine für den Boden des Beckens. „Leider ist die alte kaputt gegangen, sodass der Verein vor dem Saisonstart noch eine neue kaufen musste“, erklärt er. Die gesamte Sanierung des Waldschwimmbads schlägt mit knapp 500 000 Euro zu Buche.

Von Sascha Valentin

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