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Hinterland Nächster Schritt zur Zusammenarbeit
Landkreis Hinterland Nächster Schritt zur Zusammenarbeit
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21:31 20.03.2020
Während eines Infoabends informierten (von links) Peter Eidam (Weimar), Georg Gaul (Lohra) und Claudia Schnabel (Fronhausen) über Interkommunale Zusammenarbeit. Quelle: Foto: Gianfranco Fain
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Lohra

Fast genau drei Jahre nach der öffentlichen Bekanntgabe der Absicht durch die drei Bürgermeister der Gemeinden Lohra, Fronhausen und Weimar, künftig verstärkt zu kooperieren, folgt die Gründung einer Lenkungsgruppe. Diese wird laut Lohras Bürgermeister Georg Gaul aus Vertretern der Gemeindevorstände, der Gemeindevertretungen und der Verwaltungen bestehen.

Aufgabe der Lenkungsgruppe ist, Carmen Möller vom Beratungsbüro Komprax Result und Thomas Fiedler als Kommunal- und Politikberater beim Erstellen einer Machbarkeitsstudie zu begleiten und zu unterstützen. Die Machbarkeitsstudie soll aufzeigen, in welchen Bereichen die drei Gemeinden verstärkt interkommunal zusammenarbeiten können.

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Gemeinsam nach Lösungen suchen

Den Auftrag zur Studie ermöglichten die Beschlüsse aller drei Gemeindevertretungen. Das Land Hessen fördert diese Studienentwicklung zu 100 Prozent, weil es darin große Chancen für die Weiterentwicklung der kommunalen Struktur sieht. Seit der Präsentation der Absicht zur verstärkten Zusammenarbeit hat sich zwischen Fronhausen und Lohra schon einiges getan. So arbeiten die beiden Gemeinden zum Beispiel im Bausektor eng zusammen. Eine Gemeinde beschäftigt einen Experten für den Tiefbau, die andere einen für den Hochbau. Beide planen und begleiten auch Projekte in der Partnergemeinde. Gerade diese Zusammenarbeit ist ein Beispiel für die Notwendigkeit der Kooperation, weil die Aufgaben der Kommunen stetig wachsen, die finanziellen Spielräume aber immer kleiner werden. Zudem wirkt sich auch im kommunalen Arbeitssektor der Fachkräftemangel aus, von den Auswirkungen des demografischen Wandels ganz zu schweigen.

„Wir stehen vor den gleichen Herausforderungen, für die wir auch gemeinsam nach Lösungen suchen können“, lautet die einhellige Einschätzung von Fronhausens Bürgermeisterin Claudia Schnabel und ihrer Kollegen Peter Eidam in Weimar sowie Georg Gaul.

Deshalb ist für das Erstellen der Studie „von Beginn an ein offener Dialog sehr wichtig". Die Lenkungsgruppe wird am 4. Mai gegründet.

Von Gianfranco Fain