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Hinterland Wolf des Hinterlandes für tot erklärt
Landkreis Hinterland Wolf des Hinterlandes für tot erklärt
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00:18 11.04.2019
Dieser Wolf lebt im Wildpark Neuhaus. Eine am Hilsberg gesichtete Wölfin ist mit einer an der Autobahn bei Herborn getöteten identisch, meldet das Landesamt für Naturschutz und Umwelt.  Quelle: Swen Pförtner
Bottenhorn

Annähernd zwei Jahre zuvor fanden Spaziergänger den Kadaver eines Wolfes in der Nähe der Lahnberge. Eine ähnliche Meldung warf zwei Tage nach der Sichtung an der Landesstraße von Bottenhorn nach Steinperf die Frage auf, ob eine bei Herborn an der Autobahn 45 gefundene Wölfin diejenige war, die durchs Hinterland streifte.

Eine Untersuchung des Erbgutes ergab, dass die am 28. Februar an der A 45 offenbar von einem Fahrzeug getötete Wölfin, zwei Tage zuvor noch durchs Hinterland streifte. Für den Nachweis dienten DNA-Proben der Wölfin und von Riss-Resten, die in der Nähe der Sichtungsstelle gefunden wurden. Das Ergebnis meldet das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt 
und Geologie (HLNUG).

Zudem waren die Erbinformationen des rund 35 Kilogramm schweren Tiers nicht in den in der Wildtiergenetik in Gelnhausen geführten Proben enthalten, stammt demzufolge aus keinem der genetisch bekannten Rudel­ in den Bundesländern. Das Genmaterial lässt zudem den Schluss zu, dass die Wölfin zur sogenannten zentraleuropäischen Flachlandpopulation gehört, die Westpolen einbezieht.

von Gianfranco Fain