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Hinterland Landkreis steht an der Spitze Hessens
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16:00 11.05.2022
Mit Großübungen wie dieser im vergangenen Herbst in Kombach haben die Jugendfeuerwehren auch während der Corona-Zeit das Interesse des Nachwuchses für ihre Arbeit geweckt und so neue Mitglieder gewonnen. (Archivfoto)
Mit Großübungen wie dieser im vergangenen Herbst in Kombach haben die Jugendfeuerwehren auch während der Corona-Zeit das Interesse des Nachwuchses für ihre Arbeit geweckt und so neue Mitglieder gewonnen. (Archivfoto) Quelle: Sascha Valentin
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Hartenrod

Den Jugendfeuerwehren im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist während der Corona-Zeit etwas gelungen, das sie von allen anderen Jugendwehren in Hessen unterscheidet: Sie konnten Mitglieder gewinnen. Bei allen anderen Verbänden verlaufe die Entwicklung in die andere Richtung, sagte Landesjugendfeuerwehrwart Markus Potthof bei der Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr.

Zuvor hatte Kreisjugendwart Heiko Paul auf einen Zuwachs von 77 Mitgliedern während der Pandemie verwiesen, was ihn auf eine Trendwende hoffen lasse. Denn der heimische Brandschutznachwuchs habe seit dem Jahr 2010 mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen gehabt.

Dass die Wende ausgerechnet in einer Zeit erreicht wurde, in der das Angebot der Jugendfeuerwehren eingeschränkt war oder überhaupt nicht stattfand, nahm Bad Endbachs Bürgermeister Julian Schweitzer (SPD) als Beleg dafür, welch gute Arbeit die Jugendwarte leisteten.

Besondere Aktionen halten Jugend bei Laune

Viele hatten sich besondere Aktionen einfallen lassen, um die Jugendlichen trotz ausfallender Übungsstunden bei Laune zu halten. So hatten sie etwa Päckchen mit Lehrmaterial und Spielzeug geschnürt und ihren Mitgliedern zu Hause vorbeigebracht oder digitale Übungen übers Internet angeboten.

Das zeuge von einer großen Kreativität der Jugendfeuerwehrwarte, würdigte auch der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (CDU). Er forderte eine engere Verzahnung von Jugendfeuerwehr und Schule, um noch mehr Jugendliche für die Brandschutzarbeit zu gewinnen. Hartenrods Ortsvorsteher Hans-Jürgen Debus verwies darauf, dass sich aus den Jugendfeuerwehren die Kräfte der Einsatzabteilungen der Zukunft rekrutierten.

Jeanette Müller, Sprecherin der Jugendfeuerwehren beim nassauischen Feuerwehrverband, lobte auch die Kinder und Jugendlichen, die trotz Homeschooling und Social Distancing den Jugendfeuerwehren eben nicht den Rücken gekehrt haben.

Kreisbrandinspektor Lars Schäfer schloss die Kinderfeuerwehren in seinen Dank ein: „Die sind für die Jugendfeuerwehren nicht mehr wegzudenken.“ Er appellierte auch, Vorzüge der Digitalisierung, weiter sinnvoll einzusetzen, wies jedoch darauf hin, dass den persönlichen Kontakt nichts ersetzen könne. Zudem äußerte Schäfer Unverständnis darüber, dass in den Phasen der Pandemie Sportveranstaltungen ermöglicht wurden, nicht jedoch die Treffen der Jugendfeuerwehr.

Wahlen, Ehrungen, Termine

Wahlen: 2. Vorsitzender: Kai Seidel. Schriftführer: Björn Heinrich. Fachgebietsleiter: Andreas Stranghöner, Falk Meier und Jörg Hallenberger. Öffentlichkeitsreferentin: Sylvia Jakobi.

Ehrungen: Florian-Medaille der hessischen Jugendfeuerwehren: Gold: Kai Seidel. Silber: Jörg Hallenberger. Bronze: Eva Hilberg und Paul Steinbrecher. Für besonderes persönliches Engagement: Meikel Busch, Andreas Neudert, Florian Schäfer, Julian Ramerth, Marco Soldan, Anna Schmidt, Nikolai Weber, Andre Funk, Maximilian Kraft, Christian Schiebel, Maximilian Henkel, Miriam Schocke, Marcel Wehn, Tamina Stenger, Paul Steinbrecher, Olivia Steinbrecher, Stefan Jakobi, Thorsten Kremer, Jennifer Umsonst, Lara Sophie Jakobi, Sylvia Jakobi, Eileen Umsonst und Ole Bernhardt.

Termine: Samstag, 14. Mai: Aktionstag der hessischen Jugendfeuerwehren im Hessenpark. 3. Juli: Kreisentscheid des Bundeswettbewerbs in Leidenhofen. 15. bis 17. Juli: Kreiszeltlager in Kirchvers. 25. September: Abnahme der Leistungsspangen-Prüfungen in Fronhausen.

Von Sascha Valentin