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Hinterland Mehr Vielfalt im Biedenkopfer Parlament
Landkreis Hinterland Mehr Vielfalt im Biedenkopfer Parlament
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19:15 18.03.2021
Beobachtet von ihrem Hund sitzt eine Frau in einer Wahlkabine, um ihren Stimmzettel für die Kommunalwahlen auszufüllen.
Beobachtet von ihrem Hund sitzt eine Frau in einer Wahlkabine, um ihren Stimmzettel für die Kommunalwahlen auszufüllen. Quelle: Nadine Weigel
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Biedenkopf

Die Karten in der Biedenkopfer Stadtverordnetenversammlung werden neu gemischt, weil sich auch die Vielfalt an vertretenen Parteien und Wählergruppen erhöht hat.

Neu ins Parlament eingezogen ist die Wählergruppe Zukunft für Biedenkopf (ZfB) mit sechs Sitzen. Die bestehenden Gruppierungen UBL (Unabhängige Bürgerliche Liste) und der Bürgerblock (BB) haben Sitze abgeben müssen: die UBL einen und der BB zwei. Außerdem ziehen die Grünen mit zwei Sitzen in das Parlament ein.

Sitzverteilung

Die meisten Wählerstimmen konnten – wie 2016 – die Sozialdemokraten auf sich vereinen. Gleichzeitig ist die SPD auch der größte Verlierer der Kommunalwahl. Sie erreichte nur noch 20 Prozent der Stimmen, 2016 waren es noch 35 Prozent.

Die Christdemokraten sind auch in der Wählergunst gefallen – sie haben 6 Prozent verloren. Die Wählergruppe BB hat ebenfalls Federn lassen müssen und erhielt nur 20 Prozent der Stimmen. 2016 waren es noch 24 Prozent. Die UBL gewann hingegen Vertrauen der Wähler hinzu. Sie steigerte ihr Ergebnis von 13 auf 15 Prozent der Stimmen.

Keine Mehrheit mehr für Zählgemeinschaft

Die FDP mit nur einem Sitz in der Stadtverordnetenversammlung hat in etwa das Ergebnis von der vorherigen Kommunalwahl gehalten.

Spannend wird in den kommenden Tagen und Wochen die Frage der Mehrheitsbildung. Die bisherige Zählgemeinschaft aus CDU, BB und FDP hat ihre Mehrheit verloren. Für eine Mehrheit braucht es 19 Mandate. Die bisherige Zählgemeinschaft kommt zusammen auf 15 Mandate – das reicht nicht aus. Es bedarf mindestens drei der fünf großen Fraktionen, um eine Mehrheit zu erhalten.

Die Gunst der Wähler verbuchten drei Kandidaten auf sich. Ursprünglich auf den hinteren Listenplätzen aufgeführt, wurden Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD), Heinz Olbert (BB) und Albert Cziegler (CDU) durch die Stimmen der Wähler nach vorne gewählt. Cziegler wurde auf Platz eins gewählt.

Bürgermeister Joachim Thiemig marschierte vom letzten Listenplatz nach vorn auf Platz sieben. Heinz Olbert (BB) katapultierten die Wähler ebenfalls vom letzten Listenplatz auf Platz sechs.

Stadtverordnete für Biedenkopf

CDU (7 Sitze): 1. Albert Cziegler, 2. Siegfried Engelbach, 3. Gerhard Hesse, 4. Margarethe Könemann, 5. Bernd Meißner, 6. Jochen Achenbach, 7. Markus Doruch.

Grüne (2): 1. Matthias Peuckert, 2. Peter Benjamin Sattler.

SPD (8): 1. Jürgen Schneider, 2. Sebastian Spies, 3. Christoph Schwarz, 4. Fritz Schlagowsky, 5. Ewald Achenbach, 6. Martin Herterich, 7. Joachim Thiemig, 8. Heinz Funk.

FDP (1): 1. Uwe Plack.

BB (7): 1. Michael Miss, 2. Rainer Höhn, 3. Marita Prätorius, 4. Jörg Michel, 5. Werner Kattarius, 6. Heinz Olbert, 7. Gabriele Liebetrau.

UBL (6): 1. Dirk Balzer, 2. Jörg ­Peter Sperling, 3. Jörn Schreiber, 4. Thomas Mayerle, 5. Reiner Schneider, 6. Eva Benner.

ZfB (6): 1. Dr. Manfred Bäcker, 2. Christoph Cerny, 3. Dr. Arno Sellmann, 4. Markus Plitt, 5. Dominik Weimann, 6. Jonas Fenner.

Von Silke Pfeifer-Sternke

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