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Hinterland „Mehr Engagement fürs Aushängeschild“
Landkreis Hinterland „Mehr Engagement fürs Aushängeschild“
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14:36 23.10.2020
Anton Enes würde als Bürgermeister diesem Aushängeschild des Gladenbacher Zentrums mehr Aufmerksamkeit schenken.
Anton Enes würde als Bürgermeister diesem Aushängeschild des Gladenbacher Zentrums mehr Aufmerksamkeit schenken. Quelle: Gianfranco Fain
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Gladenbach

Die OP präsentiert den vier Kandidaten zur Bürgermeister-Wahl jeweils eine Ansicht, zu der die Anwärter ihre Gedanken äußern. Den Anfang macht der parteilose aber von den Freien Wählern unterstützte Anton Enes zum Busbahnhof in Gladenbach.

„Der erste Eindruck, den man als Betrachter dieses Busbahnhofsgebäudes hat, ist kein guter. Ein Gebäude aus den 1980er-Jahren, das den heutigen Anforderungen an einen attraktiven ÖPNV-Verkehr keinesfalls mehr gerecht wird. Es gibt nur wenige Sitzmöglichkeiten. Das Sitzmobiliar ist zudem alles andere als einladend. Der Busbahnhof wird dominiert von einem großen kupfernen Dach, das den gesamten Bereich des Busbahnhofs abdunkelt.

Nur wenige, schwach ausgeprägte Lichtquellen sind vorhanden. In der jetzigen Busbucht können maximal zwei Busse gleichzeitig halten und Fahrgäste aufnehmen. Das ist entschieden zu wenig und muss baulich dringend verändert werden.

Ein attraktiver ÖPNV muss sich in unserer Stadt anders darstellen. Dies alles vor dem Hintergrund, dass unser Busbahnhof mit dem Ausbau des Busverkehrs durch das Hinzukommen der Expressbuslinien X 37, X 38, X 40 und der Linie 383 richtigerweise weiter an Bedeutung gewonnen hat. Am 12. Dezember 2019 hat das Stadtparlament einstimmig einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen verabschiedet, die Zukunft dieses zentralen Busbahnhofs nachhaltig zu sichern. Verbunden mit dem Auftrag an den Magistrat, einen Förderantrag zur Verbesserung unserer Verkehrsinfrastruktur zu stellen. Dieser Förderantrag ist zwar in der ersten Dekade dieses Jahres bei Hessen Mobil gestellt worden. Ansonsten ist aber nichts passiert.

Vor allen Dingen muss ein Maßnahmenplan, selbstverständlich unter Zuhilfenahme eines Fachplanungsbüros aufgestellt werden, damit endlich was geschieht. Das Ausbleiben eines solchen Maßnahmenplans einzig und alleine auf die Corona-Pandemie zu schieben, so, wie es der derzeitige Amtsinhaber getan hat, ist für mich wenig glaubwürdig und einfach zu wenig. Mit der Umgestaltung des Marktplatzes hätte man schon viel weiter sein können.

Seit vielen Jahren ist die Notwendigkeit für eine solche Umgestaltung von nahezu allen Akteuren erkannt worden, seit vielen Jahren ist aber rein gar nichts geschehen. Als Bürgermeister würde ich diesem markanten Aushängeschild im Zentrum Gladenbachs mehr Augenmerk zuwenden und viel mehr Engagement aufwenden, um endlich eine Umgestaltung herbeizuführen.“

Von unseren Redakteuren

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