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Hinterland Landwirte überbringen erste Teilspende
Landkreis Hinterland Landwirte überbringen erste Teilspende
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19:50 06.12.2020
Von Altenvers aus machte sich die Delegation der Landwirte des Kreises auf den Weg nach Gießen, um der Station Peiper der Uniklinik ihre Spende für an Krebs erkrankte Kinder zu überbringen.
Von Altenvers aus machte sich die Delegation der Landwirte des Kreises auf den Weg nach Gießen, um der Station Peiper der Uniklinik ihre Spende für an Krebs erkrankte Kinder zu überbringen. Quelle: Gianfranco Fain
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Altenvers

Einen Vorgeschmack auf das, was die kleinen Patienten der Kinderkrebsstation am Marburger Universitätsklinikum am Mittwoch (9. Dezember) erwartet, gab es am Samstagnachmittag (5. Dezember) in Altenvers zu sehen. Von dort aus machte sich eine Delegation der Bauern des Kreisgebietes nach Gießen auf den Weg, um das erste Teilergebnis der lokalen Spendenaktion „Ein Funken Hoffnung“ an die Station Peiper und dem Elternverein leukämie- und krebskranker Kinder zu überbringen.

Am Mittwoch wollen sie nach Marburg fahren

Mitte November begeisterte Landwirt Harald Platt seine befreundeten Berufskollegen von der Idee der Aktion „Ein Funken Hoffnung“. Diese beteiligten sich sofort ans Umsetzen des Spendensammelns in der Region. „Es war wegen Corona nicht einfach“, erwähnt Kreislandwirt Frank Staubitz, doch dank eigener Gaben und mithilfe von Firmen und Privatleuten kam ein beträchtliches Spendenaufkommen zusammen. Dies teilen die Landwirte nun unter den beiden Kinderkrebsstationen des Universitätsklinikums in Gießen und Marburg auf.

Am Samstag trafen sich Frank Staubitz aus Caldern, Andreas Wagner-Rücker aus Damm, Svenja und Thorsten Weigl aus Niederhörlen, Marco Müller und Christin aus Weipoltshausen, Niklas Schäfer aus Hachborn und Christian Schwarz aus Kehlnbach an Platts Hof in Altenvers und brachen von dort nach Gießen auf. Ziel ihrer Fahrt mit ihren drei weihnachtlich beleuchteten Schleppern war die Station Peiper am UKGM-Standort Gießen. Dort übergaben sie einen symbolischen Scheck in Höhe von 5 000 Euro, Gutscheine für Bauernhofbesuche und viel landwirtschaftliches Spielzeug.

Dieses stammt von Landmaschinenhändlern der Region, die einen wahren Fuhrpark in Miniatur zusammenstellten. Davon wird auch die Kinderkrebsstation am UKGM-Standort Marburg profitieren. Am Mittwoch überbringen die Landwirte dort ihre Sach- und Geldspenden und das wird ein richtig großes Schauspiel, versprechen die Bauern. Weil eben am späten Mittwochnachmittag 40 mit bunten Lichterketten versehene Traktoren und ein Motivwagen sich treffen, um auf die Lahnberge zu fahren und dort zwei Runden um das Klinikum zu drehen, bevor sie die Geschenke übergeben.

Und da es „nicht einfach war“ gilt der besondere Dank der Spenden-Organisatoren, dem Marburger Ordnungsamt und der Klinikums-Verwaltung, dass sie die Übergabe in dieser Form ermöglichen. Laut Staubitz möchten die Landwirte mit dieser besonderen Aktion nicht nur den Kindern eine Freude bereiten, sondern auch Autofahrern und Passanten, die den Korso sehen. „Wir haben wahrscheinlich bei unseren Protest-Aktionen in diesem Jahr mit unseren Traktoren einige Autofahrer verärgert“, sagt Staubitz, „jetzt können wir ihnen hoffentlich auch etwas Freude übermitteln“.

Doch mit dieser Spendenaktion lassen es die Landwirte des Kreises nicht bewenden. Sobald es die Corona-Situation zulässt, wollen sie den Kindern zur Unterstützung ihres Genesungsprozesses neben den Bauerhofbesuchen auch Waldspaziergänge, ein Sommerfest und ein Stationsfest anbieten.

von Gianfranco Fain

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