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Hinterland Fußballer bohren nach Wasser
Landkreis Hinterland Fußballer bohren nach Wasser
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13:58 30.07.2021
Horst Falk (von links), Marian Zachow, Markus Morr und Stefan Heck übergaben die Förderbescheide an Thilo Achenbach, Roland Pitzer, Bürgermeister Gernot Wege, Thomas Konitzer und Detlef Blöcher.
Horst Falk (von links), Marian Zachow, Markus Morr und Stefan Heck übergaben die Förderbescheide an Thilo Achenbach, Roland Pitzer, Bürgermeister Gernot Wege, Thomas Konitzer und Detlef Blöcher. Quelle: Foto: Sascha Valentin
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Hinterland

Heimische Sportvereine profitieren von einem Förderprogramm des Landes. So wurde oder wird in Gladenbach, Hartenrod und Niedereisenhausen auf den Sportanlagen moderne Technik installiert und damit zugleich etwas für die Umwelt getan.

Die Trockenheit der vergangenen Sommer hat der Spielvereinigung Eisenhausen gezeigt, dass sie bei der Bewässerung ihres Rasenplatzes neue Wege gehen muss. Deswegen wollen die Fußballer einen Brunnen auf dem Sportplatzgelände bohren lassen, um auch in trockenen Jahren das Wasser für die Rasenpflege fördern zu können.

Dafür hat der Verein Förderanträge unter anderem beim Land Hessen gestellt. Staatssekretär Dr. Stefan Heck (CDU) überreichte dem Präsidium des Vereins einen Bescheid über 8 300 Euro aus dem Förderprogramm „Weiterführung der Vereinsarbeit“. Er habe die Fußballer als äußerst innovativen Verein kennengelernt, sagte Heck. „Diesmal sind sie der erste Verein, bei dem wir eine Brunnenbohrung fördern“, ergänzte er.

Nach Angaben von Präsidiumsmitglied Thilo Achenbach soll die Bohrung Ende August erfolgen. Für den Verein sei die Förderung wie ein verspätetes Geburtstagsgeschenk, stellte Bürgermeister Gernot Wege (parteilos) fest. Im vergangenen Jahr ist die Spielvereinigung 100 Jahre alt geworden.

Neben dem Brunnen gibt es ein zweites Projekt, mit dem der Verein Weitsicht bewiesen hat. Er hat seine alte Flutlichtanlage auf LED-Technik umgerüstet. Eine Entscheidung, die immer mehr Vereine treffen, wie Heck lobte. Immerhin ließen sich durch die Umstellung bis zu 70 Prozent der Stromkosten sparen. Das sei nicht nur gut für den Geldbeutel des Vereins, sondern auch für die Umwelt, freute sich der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (CDU). Er übergab im Namen des Landkreises 4 700 Euro.

Energiesparend ist auch der SC Gladenbach unterwegs. „Wenn man im Flutlichtbetrieb auf den Stromzähler geschaut hat, dann fing der schon förmlich an zu glühen“, erklärt Robert Wolfgram vom Förderkreis der Fußballer. Die alte Flutlichtanlage sei ein Stromfresser. Daher hat der Sportclub sie auf stromsparende LED-Technik umgerüstet. Für dieses Vorhaben überreichte Staatssekretär Heck nun einen Förderbescheid über 10 500 Euro.

Gegenüber der alten Anlage betrage die Ersparnis bei voller Lichtleistung rund 40 Prozent, sagt Holger Flurschütz vom Präsidium des GSC. Hinzu komme eine bedeutend bessere Ausleuchtung des Platzes. Denn die LED-Strahler verfügen über 44 einzeln justierbare Module. Die können gezielt gedimmt und damit den jeweiligen Lichtverhältnissen angepasst werden. Die Lebensdauer des neuen Systems gibt der Hersteller mit bis zu 75 000 Stunden an. Würden die Lampen also 24 Stunden am Tag durchbrennen, würden sie bis zu achteinhalb Jahre halten.

Für den SV Rot-Weiß Hartenrod ist nun ebenfalls ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Dank Förderungen durch Land, Kreis und die Sparkasse können die Fußballer auf ihrem Kunstrasenplatz oberhalb der Mittelpunktschule eine moderne LED-Flutlichtanlage installieren. Diese soll noch im August in Betrieb gehen.

„Unser Verein ist schon immer auf Effizienz und Nachhaltigkeit bedacht“, sagte Vorsitzender Reinhold Kaiser bei der Übergabe der Förderbescheide für die neue Anlage durch Staatssekretär Heck, Dominic-Klaus Diessner als Vertreter des Landtagsabgeordneten Horst Falk (alle CDU) und Silke Boldt vom Vorstand der Sparkasse Marburg-Biedenkopf.

Neben Kosten- und Energieersparnis bringen die neuen Lampen noch einen Vorteil: Sie leuchten den Platz deutlich besser aus als die bisherigen Lampen. Die neue Anlage in Hartenrod unterstützt das Land mit 6 700 Euro zur „Weiterführung der Vereinsarbeit“. Weitere 1 350 Euro kommen von der Sparkasse.

„Unsere Gemeinde lebt von Menschen wie euch, die eine Idee haben und diese mit Tatkraft verfolgen“, lobte Bad Endbachs Bürgermeister Julian Schweitzer (SPD). Der Sportverein leiste einen entscheidenden Beitrag zur Aufwertung des gesamten Sportgeländes in diesem Bereich.

Von Sascha Valentin