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Hinterland Waschbär macht Sanierung teurer
Landkreis Hinterland Waschbär macht Sanierung teurer
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11:55 06.08.2020
Der Vorsitzende des Hallenbadvereins, Karl-Heinz Grebe, im Buchenauer Hallenbad. Quelle: Markus Engelhardt
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Buchenau

„Den Rettungsring brauchten wir bislang nicht – aber über den Scheck freuen wir uns natürlich“, begrüßte Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt (FW) den Besuch aus Wiesbaden, der beides dabei hatte.

Staatssekretär Dr. Stefan Heck (CDU) übergab einen Förderbescheid des Landes Hessen: Dieses unterstützt die Umbauarbeiten am Buchenauer Hallenbad mit 61.000 Euro.

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Möglich gemacht haben dies die Bemühungen des örtlichen Hallenbadvereins um dessen Vorsitzenden Karl-Heinz Grebe und das hessische Schwimmbad-Investitionsprogramm „Swim“.

Auch der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (CDU) begrüßte seinen Amöneburger Parteikollegen im gemeinsamen Heimatkreis, „dem schönsten in Hessen“.

Hälfte der Kosten bleibt am Verein hängen

Alle drei Politiker waren sich einig, was die große Bedeutung des Bades angeht – eine von sechs Einrichtungen ihrer Art in der Gemeinde mit 12.000 Einwohnern. Das Einzugsgebiet des Buchenauer Hallenbades umfasse im Prinzip den gesamten Altkreis Biedenkopf, erklärte Grebe und erinnerte in diesem Zusammenhang insbesondere an das Schulschwimmen.

Insgesamt 225.000 Euro kostet die Sanierung, davon tragen Kreis und Kommune jeweils zehn Prozent, das Land übernimmt 30 Prozent. Die Hälfte der Kosten bleibt also am Verein hängen, der das Bad seit 14 Jahren betreut.

Ob das Hallenbad zum Schulbeginn wieder öffnet, ist laut dem Vereinsvorsitzenden und Ortsvorsteher Andreas Feußner (CDU) derzeit noch nicht sicher. Zudem sei mit Mehrkosten von 15.000 Euro wegen Waschbär-Schäden im Dach zu rechnen, die erst während der Arbeiten entdeckt worden seien, also beim Beantragen der Förderung noch nicht bekannt waren.

Der zuständige Ingenieur Wolfgang Schöbener zeigte sich etwas optimistischer, was die baldige Wiederaufnahme des Badbetriebs angeht.

Von Markus Engelhardt

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