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Hinterland Das Positive überwiegt
Landkreis Hinterland Das Positive überwiegt
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13:30 04.11.2020
Robert Wolfgram und Peter Kremer treten am 22. November in der Stichwahl gegeneinander an. Quelle: Foto: Nadine Weigel
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Gladenbach

Der Tag nach der Bürgermeisterwahl verläuft für Peter Kremer (parteilos) und Robert Wolfgram (parteilos) wie jeder andere Arbeitstag auch. Kremer ist amtierender Bürgermeister der Stadt Gladenbach und Wolfgram verbringt den Tag in Meetings. Aber beide richten den Blick auf den 22. November – den Tag der Stichwahl.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Wahlausgang. Ich freue mich vor allem über das Vertrauen, das die, die mich gewählt haben, mir entgegenbringen“, sagt Wolfgram. Für Kremer war der Ausgang der Wahl aufgrund der Prognosen zu erwarten. „Für mich war es keine Überraschung – auch nicht, mit wem ich in die Stichwahl gehe“, stellt Kremer fest. Trotz der vielen Stimmen wäre es „schöner“ gewesen, wenn die Stadt Gladenbach ihn direkt wiedergewählt hätte.

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Die Karten werdenneu gemischt

„Aber nun werden die Karten eben neu gemischt“, sagt Kremer. Beiden Kandidaten bleiben jetzt knapp drei Wochen bis zur Stichwahl, um erneut Wahlkampf zu betreiben. Jedoch wird dieser aufgrund der neuen Corona-Verordnungen schwieriger umzusetzen. Wolfgram setzt vor allem auf die Sozialen Medien. Wenn es die Situation zulasse, werde er zudem in der Kernstadt oder auf dem Marktplatz auf die Menschen zugehen.

Auch für den 58-jährigen Kremer wird der Wahlkampf zur Herausforderung. „Jetzt dürfen nur noch zwei Hausstände mit maximal 10 Personen zusammenkommen. Das bedeutet für mich, dass ich mich nur noch mit einer Person treffen kann. Das ist schwierig, aber ich werde Stände anbieten und für Gespräche da sein“, sagt Peter Kremer.

Wegen der Corona-Pandemie sagte der 42-jährige Wolfgram eine Wahlfeier ab. „Es macht aufgrund der aktuellen Corona-Situation einfach keinen Sinn. Aber ich freue mich über den Etappensieg, und eine Feier werden wir wie einen Geburtstag nachholen. Wichtig ist mir, dass die Wähler die bisherigen Veränderungen erlebt haben und dass sie wissen, dass diese weiter möglich sind“, sagt Wolfgram.

Im Gegensatz dazu feierte Kremer im kleinen Kreis mit seiner Familie und mit einer Familie, die ihn bei der Wahl sehr unterstütze.

Von Leonie Rink

04.11.2020
04.11.2020