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Hinterland Kommunen wollen einheitliche Regelung
Landkreis Hinterland Kommunen wollen einheitliche Regelung
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13:58 20.01.2021
Die Kommunen des Hinterlandes sowie Lohra streben eine einheitliche Regelung für die Gebühren zur Kinderbetreuung in Corona-Zeiten an.
Die Kommunen des Hinterlandes sowie Lohra streben eine einheitliche Regelung für die Gebühren zur Kinderbetreuung in Corona-Zeiten an. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa
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Breidenbach

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie waren die Kindertagesstätten in den Kommunen des Hinterlandes und in der Südkreisgemeinde Lohra zeitweise geschlossen beziehungsweise nur für eine Notbetreuung geöffnet.

Daraufhin entschieden die politischen Gremien der Städte und Gemeinden, ob und bis zu welcher Höhe sie die Betreuungsgebühren erließen. Nun wollen die zwei Städte und sechs Gemeinden eine einheitliche Lösung finden.

Auslöser ist die Bitte des Landes Hessen an alle Eltern, ihre Kinder zu Hause zu betreuen, soweit dies möglich ist. Gleichwohl nehmen 40 bis 50 Prozent der Eltern das Betreuungsangebot der geöffneten Kindertagesstätten an, was für die Kommunen die Frage aufwirft, wie mit den Gebühren zu verfahren ist.

Diese Frage erörterten die Bürgermeister der Städte Biedenkopf und Gladenbach sowie der Gemeinden Angelburg, Bad Endbach, Breidenbach, Dautphetal, Lohra und Steffenberg während einer Videokonferenz und fassten folgende Beschlüsse. Sie streben eine einheitliche Lösung an, auch um das Thema aus dem Kommunalwahlkampf herauszuhalten. Die Entscheidung soll „so zeitnah wie irgend möglich“ getroffen werden, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Das Land Hessen wird aufgefordert, zu regeln, wem welche Gebühren erlassen werden sollen. Das dafür nötige Geld soll aus der Reserve des Kommunalpakts des Sondervermögens zur Bewältigung der Coronakrise entnommen werden. Die Kommunen wollen weiterhin im Sinne einer familienfreundlichen Politik agieren, so wie nach dem ersten Lockdown, als sie den Eltern die Gebühren erließen, deren Kinder in dieser Zeit nicht betreut wurden.

Von Gianfranco Fain