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Hinterland Trotz Corona geht’s um die Wurst
Landkreis Hinterland Trotz Corona geht’s um die Wurst
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18:31 04.07.2021
In einem Minizelt auf dem Marktplatz-Parkplatz wurde das Kirschenmarkt-Frühstück ausgegeben.
In einem Minizelt auf dem Marktplatz-Parkplatz wurde das Kirschenmarkt-Frühstück ausgegeben. Quelle: Gianfranco Fain
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Gladenbach

Diesmal ist das Kirschenmarkt-Frühstück nicht nur für die Teilnehmer anders, auch die Organisatoren mussten sich umstellen. „Es ist eher etwas mehr an Organisation“, sagt Oliver Wilhelm. Der zweite Vorsitzende des MGV Gladenbach erklärt auch, warum: Im Festzelt wisse jeder Helfer, was zu tun sei, aber an diesem Samstagvormittag ist alles ein wenig anders.

Das beginnt schon mit dem Ort, an dem das Kirschenmarkt-Frühstück übergeben wird: Mini- statt Großzelt, Marktplatz-Parkplatz statt Festplatz-Gelände, Frühstückspakete to go statt Verzehr an Ort und Stelle. Gespannt ist Oliver Wilhelm darauf, ob auch alle bestellten Portionen abgeholt werden.

Der Andrang an der Ausgabestelle ist jedenfalls nicht groß, aber das täuscht. Während im Festzelt des Kirschenmarktes die Teilnehmer ein oder zwei Portionen holen, dürfen es an der Abgabestelle durchaus mehr sein. Zu den Klängen des Gladenbacher Musikvereins, dessen Mitglieder auf dem Marktplatz eine „spontane Übungsstunde“ abhalten, holt zum Beispiel Elke Becker gleich sieben Portionen, die sie mit ihren Geschwistern und zwei Freundinnen zuhause verspeisen will. Oder Bruce Simmons, der eine Kiste mit elf Kirschenmarkt-Frühstückspaketen zur Laube „Dance and Sport-Bar“ schleppt.

Unter Einhaltung der Hygieneregeln gaben die Mitglieder des Männergesangvereins die Frühstücke aus. Quelle: Gianfranco Fain

Die Anzahl der Frühstücke hätte einen Rekord erreichen können, wenn die Interessenten alle innerhalb der Bestellfrist geordert hätten, meint Wilhelm. So mussten die Nachzügler abgewiesen werden.

Auch gab es einige Gladenbacher, die nur Blanko-Brettchen bestellten, berichtet der stellvertretende Vereinsvorsitzende. Darauf wollen die Abnehmer vermutlich ihren eigenen Käse servieren, weil die Sänger in diesem Jahr keine Käseplatte anbieten durften – aus Hygienegründen. Die waren auch der Grund, dass die Helfer des Vereins diesmal die Wurst nicht wie gewohnt selbst herstellten, sondern die Rezepte für die Blut- und Leberwurst sowie die rote Wurst einer heimischen Metzgerei anvertrauten.

Von Gianfranco Fain

04.07.2021
03.07.2021