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Hinterland Kita-Gebühren sollen steigen
Landkreis Hinterland Kita-Gebühren sollen steigen
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00:19 23.11.2018
Wenn der Plan des Magistrats durchkommt, müssen die meisten Eltern in Biedenkopf für die Betreuung ihrer Kinder mehr bezahlen. Quelle: Sebastian Kahnert
Biedenkopf

Die Gebühren für die Kindertagesstätten in der Stadt könnten steigen. Am Donnerstag, 22. November, werden die Stadtverordneten ab 18.30 Uhr im Rathaus über einen entsprechenden Vorschlag des Magistrats abstimmen. In Kraft treten soll die Erhöhung zum 1. Januar 2019. Findet sich eine Mehrheit im Parlament, haben die Eltern dann pro Kind und Monat fünf Euro mehr zu zahlen.

Keine Auswirkungen auf Modul A und B

Für Modul C mit einer Betreuungszeit von 15 bis 25 Wochenstunden beispielsweise fällt derzeit eine Gebühr von 140 Euro pro Monat an. Infolge der Förderung durch das Land zahlen die Eltern nur 4,40 Euro. Künftig werden es 9,40 Euro sein. Ähnlich sieht es bei Modul D für 45 bis 55 Wochenstunden aus. Von den eigentlichen Gebühren in Höhe von 155 Euro zahlen die Eltern noch 19,40 Euro pro Monat. Nach der Erhöhung würde der Betrag auf 24,40 Euro steigen.

Keine Auswirkung hätte die Gebührenerhöhung auf Eltern, die für ihre Kinder Modul A (110 Euro pro Monat) oder Modul B (125 Euro pro Monat) gebucht haben. Denn auch nach der Erhöhung um fünf Euro liegt der Betrag noch unter dem Zuschuss, den das Land Hessen zahlt (135,60 Euro), damit jedes Kind sechs Stunden pro Tag gebührenfrei betreut werden kann.

Förderung des Landes nur für U3

Anders sieht es bei den Gebühren für die unter Dreijährigen aus. In offenen alterserweiterten Gruppen sollen sie sich um 6,25 Euro pro Monat erhöhen, für die U3-Kinder in Krippengruppen um 7,50 Euro pro Monat. Diese Steigerung bekommen die Eltern in voller Höhe zu spüren, da die Förderung des Landes nur für die über Dreijährigen gilt.

Wer also beispielsweise für ein Krippenkind in Modul A derzeit 165 Euro pro Monat zahlt, für den erhöht sich die Gebühr auf 172,50 Euro. Wer sein Kind in einer Krippe in Modul D zwischen 45 und 55 Stunden pro Woche betreuen lässt und bislang 232,50 Euro zahlt, der hat künftig 240 Euro zu überweisen.

Beteiligung der Eltern an Personal- und Sachaufwendungen

Während der Beratungen für den Haushalt 2019 habe man sich darauf verständigt, die Kita-Gebühren anzuheben, schreibt der Magistrat in seiner Vorlage. „Die Anhebung soll dazu beitragen, auch die Eltern an den gestiegenen Personal- und Sachaufwendungen maßvoll zu beteiligen“, heißt es.

von Hartmut Bünger