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Hinterland Zuschüsse für Brauchtum und Sport
Landkreis Hinterland Zuschüsse für Brauchtum und Sport
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16:00 19.07.2022
Ein Fußball liegt am Eckkreis eines Kunstrasenplatzes. Unter anderem Sportvereine profitieren von Fördergeldern, zum Beispiel für Pflege und Sanierung ihrer Sportstätten.
Ein Fußball liegt am Eckkreis eines Kunstrasenplatzes. Unter anderem Sportvereine profitieren von Fördergeldern, zum Beispiel für Pflege und Sanierung ihrer Sportstätten. Quelle: Michael Tietz/Archiv
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Hinterland

Bekanntes Bild bei Vereinsfesten: Ein Vertreter aus der Politik überreicht den Gastgebern einen Umschlag. Darin befindet sich kein bares Geld, aber so ähnlich: ein Förderbescheid. Die Hinterlandkommunen haben unterschiedliche Richtlinien, wie sie ihre Verein bezuschussen. Am Montag (18. Juli) berichteten wir darüber, wie Bad Endbach, Breidenbach, Dautphetal und Steffenberg dieses Thema handhaben. Angelburg, Biedenkopf und Gladenbach regeln ihre Vereinsförderung auf ihre eigene Weise.

Biedenkopf

In den Biedenkopfer Richtlinien zeigen sich örtliche Besonderheiten. So spielen Fahrtkostenzuschüsse für die Teilnahme an Wettkämpfen, die Organisation überörtlicher Wettkämpfe wie Deutsche Meisterschaften sowie Baukostenzuschüsse für Gesellschaften und Burschenschaften eine größere Rolle. Umfangreich fällt auch der Punkt zur Pflege von Sportanlagen aus, in dem sich unter anderem auch Reithallen (375 Euro), Schießanlagen (375 Euro) und Skianlagen (200 Euro) finden. Pauschal erhalten Vereine für bis zu 100 aktive Mitglieder 160 Euro pro Jahr, für jedes weitere aktive erwachsene Mitglieder 2,10 Euro (insgesamt maximal 890 Euro pro Jahr). Für die allgemeine Jugendarbeit zahlt die Stadt 55 Euro, pro Jugendlichem 5,50 Euro.

Gladenbach

Die Richtlinien der Stadt Gladenbach sehen für Bauten Zuschüsse von 15 Prozent vor, maximal 8 000 Euro. Deutlich mehr Geld erhalten Sportvereine: 50 Prozent der vom Land Hessen anerkannten Kosten, höchstens jedoch 30 000 Euro. Für den Kauf langlebiger Sportgeräte gewährt Gladenbach 25 Prozent (maximal 1 000 Euro). Umfangreich fallen die Regelungen für die Jugendarbeit aus. Für jedes Mitglied einer Jugendgruppe zahlt die Stadt 6 Euro. Hinzu kommen Zuschüsse für Veranstaltungen, Anschaffungen, Renovierungen, Fahrten und Material. Jugendmannschaften können bis zu 280 Euro Fahrtkostenzuschuss pro Spielrunde bekommen. Selbstverständlich, wie in allen Hinterlandkommunen: Geld für Jubiläen.

Angelburg

Für alle Vereine Geld gibt‘s dagegen in Angelburg: zwischen 25 und 100 Euro pro Jahr, je nach Größe der Vereine. Vereinsjugendarbeit fördert die Kommune mit 2,50 Euro pro Jahr und Jugendlichem. Noten, Trachten und Musikinstrumente werden bezuschusst, ebenfalls der Kauf besonderer Sportgeräte. 200 Kopien in der Verwaltung sind pro Jahr kostenlos; wenn die Vereine ihr eigenes Papier mitbringen, sogar noch mehr. Eigens führen die Angelburger Richtlinien Vereine auf, die Naturschutzarbeit betreiben oder sich der Verschönerung des Ortsbildes widmen. Anschaffungen werden zu 25 Prozent bezuschusst, maximal mit 250 Euro. Bei Neubauten und Instandsetzungen haben die Vereine auch Geld zu erwarten. Wie andernorts sind es 10 Prozent, der Maximalbetrag liegt jedoch bei üppigen 12 500 Euro. Andere Kommunen ziehen da engere Grenzen. Beihilfen zu Sportstätten regelt Angelburg ähnlich wie Dautphetal, kostenlose Internetpräsenz und Übungsräume wie Steffenberg.

Von Hartmut Bünger und Marcus Richter