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Hinterland Himmelsteiche werden Heimat für Amphibien
Landkreis Hinterland Himmelsteiche werden Heimat für Amphibien
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11:00 13.11.2021
Gladenbachs Bürgermeister Peter Kremer (von links), der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow, Ortsvorsteher Thomas Hecker, Otfried Engelbach und Katharina Franziska Hof vom Landkreis, Baggerfahrer Paul Weiand, Ortslandwirt Bernd Klingelhöfer und Gabriele Spill-Ebert vom Landkreis trafen sich zum Start der Naturschutzmaßnahme bei Rüchenbach.
Gladenbachs Bürgermeister Peter Kremer (von links), der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow, Ortsvorsteher Thomas Hecker, Otfried Engelbach und Katharina Franziska Hof vom Landkreis, Baggerfahrer Paul Weiand, Ortslandwirt Bernd Klingelhöfer und Gabriele Spill-Ebert vom Landkreis trafen sich zum Start der Naturschutzmaßnahme bei Rüchenbach. Quelle: Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf
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Rüchenbach

Das teilt Maximilian Schlick von der Pressestelle des Landkreises mit. Demnach entstehen dazu unter anderem zwei sogenannte Himmelsteiche. Diese sollen Amphibien ein neues Zuhause geben. Geplant und umgesetzt wird das Projekt von der Naturschutzbehörde des Kreises.

Die in zwei Senken wachsenden Stauden, der sich ausbreitende Schwarzdorn, alte Obstbäume und heimische Sträucher zeichnen das Grundstück aus, wie Schlick mitteilt. Die Himmelsteiche, also Teiche, die Wasser ausschließlich durch Regen- oder Hangwasser beziehen, befinden sich in den beiden feuchten Wiesenbereichen und sollen zur Strukturvielfalt und zum Artenerhalt beitragen.

Schwarzdorn eindämmen

Auch künftig werden laut dem Kreis Schafe die Fläche beweiden. Sie sollen den Schwarzdorn eindämmen und damit den vorhanden Magerrasen, also Flächen, die nährstoffarm, meist trocken und durch schütteren Bewuchs gekennzeichnet sind, erhalten.

Am Rüchenbach sollen unter anderem Steine vom Ufer als sogenannte Störsteine sowie abgestorbene Baumteile ins Gewässerbett eingebracht werden. Das soll die Fließgeschwindigkeit verlangsamen, bei Starkregen kann sich der Bach so auf die benachbarten Wiesenflächen ausbreiten. Die Arbeiten dienen so auch der Wasserrückhaltung und dem Hochwasserschutz. Ein Ziel der Herausnahme der Steine am Ufer sei auch, die naturnahe Ufervegetation aus Erlen und Weiden langfristig zu erhalten, sagt Schlick.

„Unser Ziel ist es, auf der einen Seite durch eine ökologische Umgestaltung und auf der anderen Seite durch den Erhalt und die Förderung der bestehenden Strukturen eine Lebensraumvielfalt entstehen zu lassen“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow. Die Arbeiten seien auch eine Investition in die Zukunft, da sie wichtige Beiträge für den Natur- und Artenschutz in der Region leisten.