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Hinterland Haftbefehl nach Messerstich
Landkreis Hinterland Haftbefehl nach Messerstich
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16:43 08.07.2019
Die Polizei sucht Zeugen zu einem Vorfall in der Nacht zum Sonntag im Gladenbacher Kirschenmarktfestzelt. Quelle: Thorsten Richter
Gladenbach

Am frühen Samstag gegen 3.30 Uhr entwickelte sich auf der Tanzfläche des Festzelts auf dem Kirschenmarkt in Gladenbach ein zunächst verbaler Streit zwischen zwei Personengruppen, der schließlich in eine tätliche Auseinandersetzung mündete.

Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen versetzte der 21-jährige Beschuldigte dem gleichaltrigen Geschädigten unter anderem mit einem Messer einen Stich ins Gesicht. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, Zeugen und letztlich die Polizei beendeten die Auseinandersetzung.

Das Opfer musste zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus. Der festgenommene Beschuldigte, der sich zwischenzeitlich wegen des dringenden Tatverdachts eines versuchten Tötungsdelikts in Untersuchungshaft befindet, stand deutlich unter Alkoholeinfluss. Die Ermittlungen zu den einzelnen Tathandlungen, etwaigen Zeugen und
weiteren Beteiligten dauern an.

  • Bislang von der Polizei namentlich noch nicht erfasste Zeugen werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Marburg, Telefon 0 64 21 / 40 6-0, in Verbindung zu setzen.

"Wenn es bei einem mehrtägigen Fest zu vereinzelten Auseinandersetzungen mit teilweise schweren Folgen kommt, dann fällt es trotz des sonstigen Verlaufs schwer von einem insgesamt friedlichen Fest zu sprechen. Wie in den letzten beiden Jahren trüben leider mehrere Vorkommnisse die polizeiliche Bilanz zum Kirschenmarkt", sagt Rainer Höhn, der Leiter der zuständigen Polizeistation Biedenkopf.

Unter dem Strich stehen bislang sieben Strafanzeigen, drei Platzverweise und 53 Personalienfeststellungen. Vier der Strafanzeigen waren die Folge körperlicher Auseinandersetzungen. Tatsächlich sei der Kirschenmarkt für die Polizei und die anderen Sicherheitskräfte erneut eine besondere Herausforderung gewesen, bilanziert Marburgs Polizeisprecher Martin Ahlich.

Insbesondere der zunehmende Alkoholpegel zur fortgeschrittenen Stunde, ab etwa 2 Uhr, zeige bei einigen der noch verbliebenen Besucher Wirkung, die sich in zunehmender Aggressivität gegenüber den Sicherheitskräften äußere. Die gemeldeten Schlägereien und Auseinandersetzungen waren allesamt spät in der Nacht.

In vier Fällen gab es Anzeigen und teilweise Festnahmen. Zwei weitere gemeldete Schlägereien hatten sich
offenbar bereits vor dem Eintreffen der Polizei erledigt. Dazu meldeten sich weder Opfer noch Zeugen.