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Hinterland Ab in die „Pool-Position“
Landkreis Hinterland Ab in die „Pool-Position“
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16:45 15.06.2020
Ein „Schilderwald“ wie im Nautilust erinnert die Besucher der Gladenbacher Schwimmbäder an das Einhalten der Abstandsregeln. Quelle: Foto: Gianfranco Fain
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Gladenbach

Das Lockern der Restriktionen im Zuge der Corona-Pandemie fällt zwar großzügiger als erwartet aus, kommt aber für die Verantwortlichen der Gladenbacher Bäderlandschaften nicht überraschend. Sie waren hinter den noch verschlossenen Türen des Spaßbades Nautilust in der Kernstadt und des Freibades im Stadtteil Weidenhausen nicht untätig und bereiteten sich auf das Öffnen der Badeanstalten irgendwann im Sommer vor.

Plötzlich ging alles ziemlich schnell – und weil beide Gladenbacher Freibäder am Mittwoch öffnen, wähnt sich Geschäftsführer Günter Euler mit den Pools der der Stadtmarketing-Energie-Bäder (SEB) Gladenbach GmbH in der „Pole-Position“. Das dies nicht ganz hinkommt, lesen Sie im Beitrag unten auf der Seite.

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Bis zu 1300 Besucher auf der Freifläche

Das Einhalten der Sicherheitsbestimmungen stellt laut Euler keine große Herausforderung dar, da zum Beispiel die Freifläche des Nautilust 6500 Quadratmeter umfasst, rein rechnerisch also 1300 Besucher aufnehmen kann. Ein Nutzer pro fünf Quadratmeter schreibt die Verordnung vor. In Weidenhausen seien dies bei 2600 Quadratmetern Fläche rund 500 Besucher gleichzeitig. Zahlen, die schon in gewöhnlichen Sommern äußerst selten und dann nur über den ganzen Tag kumuliert erreicht würden. Hauptsächlich die Anzahl der Menschen, die sich gleichzeitig in den Becken befinden dürfen, zum Beispiel 70 im Nautilust, müsse das Schwimmbad-Personal überwachen. „Aber da geht ein bisschen Verantwortung auch auf die Bürger über“, appelliert Bürgermeister Peter Kremer an das Verantwortungsgefühl der Badbesucher.

Im Gebäude hat Schwimmmeister Enrico Cechol mit seinem Team alles vorbereitet, damit der Badebetrieb den Regeln entsprechend verlaufen kann. An der Kasse, an der möglichst bargeldlos gezahlt werden soll, stehen Desinfektionsmittel bereit und die Regeln sind ausgehängt. Bis in die Umkleiden besteht die Pflicht, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen, da es auch Engstellen zu passieren gibt. Die Sammelumkleiden bleiben geschlossen, ebenso eine große Anzahl an Schließfächern.

Preise um einen Euro vergünstigt

In der Schwimmhalle beziehungsweise der Freifläche weisen Schilder auf die geltenden Restriktionen hin. Aus diesem Grund bleiben auch das Dampfbad, der Whirlpool, die Riesen-Rutsche, die Sauna und das Solarium geschlossen. „Dennoch versuchen wir, den Gästen unter den gegebenen Möglichkeiten einen maximalen Badespaß zu bieten“, sagt Günter Euler. Die Öffnungszeiten der Bäder bleiben unverändert.

Als kleine Entschädigung für die geminderten Nutzungsmöglichkeiten sind alle Eintrittspreise für das Nautilust um einen Euro reduziert.

Für das Freibad in Weidenhausen sind dagegen nur die Preise für die Jahreskarte, die rund 50 Prozent der Nutzer bevorzugen, herabgesetzt. Die Jahreskarten können ab Mittwoch an der Kasse des Bades erworben werden. Sie sollen möglichst bargeldlos bezahlt werden. Ob sich die aufgestellten Regeln bewähren oder verändert werden müssen, werde der Badebetrieb zeigen, sagt Schwimmmeister Cechol. Eventuell müsse nachgebessert werden. Die SEB setzt für den Betrieb unter erschwerten Bedingungen mehr Mitarbeiter ein, zum Beispiel für die Badeaufsicht und das Einhalten der Hygiene-Auflagen, wie das regelmäßige Desinfizieren der Flächen.

Von Gianfranco Fain

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