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Hinterland Gemeinsamer Tritt in die Pedale
Landkreis Hinterland Gemeinsamer Tritt in die Pedale
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17:58 31.05.2021
Zwischen den Orten der Gemeinde Lohra sollen Radwege eine Verbindung herstellen. Dazu gab es in der Gemeindevertretung verschiedene Anträge (Themenfoto).
Zwischen den Orten der Gemeinde Lohra sollen Radwege eine Verbindung herstellen. Dazu gab es in der Gemeindevertretung verschiedene Anträge (Themenfoto). Quelle: Hendrik Schmidt/dpa
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Lohra

Nach mühsamen Start in die Diskussion um neue oder erneuerte Radwege im Gebiet der Gemeinde Lohra einigten sich die Gemeindevertreter am Donnerstagabend (27. Mai) nicht nur darauf, beiden vorliegenden Anträgen mehrheitlich ihre Zustimmung zu geben, sondern auch noch einem dritten von Dieter Hoffarth während der Sitzung eingebrachten, und diesem sogar einstimmig.

Zuvor entzündete sich die Diskussion jedoch wie in den Ausschüssen um die Streckenführungen (OP berichtete). So wies zum Beispiel Herbert Schepp von den Grünen mit Blick auf den CDU-Antrag darauf hin, dass keine Eltern ihre Kinder durch den Wald in die Nachbarorte fahren lassen würden, zumal dieser Weg auch länger wäre.

Kostengünstige Entstehung

Harald Platt erwiderte, der CDU-Antrag ziele darauf ab, die genannte Verbindung schneller und vor allem kostengünstiger entstehen zu lassen, als es die Prioritätenliste des Landkreises vorsehe. Für die Lösung des Kreises sprach sich der Sozialdemokrat Kurt Schwald aus.

Man müsse in die Region und darüber hinaus denken, wenn dem Klimawandel begegnet werden solle, erklärte Schwald und fügte an, dass er sich ungern für eine der beiden Varianten entscheiden wolle. Deshalb bat er: „Macht einen gemeinsamen Antrag für den Radwegeplan draus.“

Netz ist vorhanden

Ihm pflichtete sein Fraktionsvorsitzender bei. Ihm fehle aber ein Ziel oder Konzept, „was wir wollen“, sagte Markus Hemberger und versuchte die Gemeindevertreter zu motivieren: „Macht das Beste aus den Anträgen von CDU und Grüne.“ Später bezeichnete er Hoffarths Vorschlag als „tolle Sache“ und „wir gehen es einfach an“, weil der Landwirt den direkten Kontakt zu den Besitzern der Grundstücke habe.

Der BfB-Mann sagte: „Wir haben schon ein Netz. Die Wege sind nur zu reparieren.“ Die Kosten würden weit unter 10.000 Euro liegen, wenn die Gemeinde mit den Jagdgenossen kooperieren würde, meint Hoffarth. Sein Antrag lautet: Der Gemeindevorstand soll das Instandsetzen aller Feldwege im Bereich Altenvers, Kirchvers, Reimershausen, Rollshausen und Rodenhausen veranlassen.

Die Strecken

Den Anträgen von CDU und Grünen folgend, könnten die Gemeindevertreter Lohras zwei Strecken für Radwege im Verstal prüfen lassen.

Die CDU möchte eine Verbindung von Altenvers nach Damm entstehen lassen, die folgenden Verlauf hätte: Von Altenvers entlang des Krebsbachs auf dem asphaltierten Weg entlang der Riedwiesen über die Viermark auf dem Schauinsland-Weg entlang der Vers bis nach Reimershausen und auf dem Markweg mit Anschluss an den Salzböde-Radweg.

Die Grünen möchten eine Verbindung von Kirchvers nach Reimershausen entstehen lassen. Dies soll von Kirchvers aus auf einem Feldweg an der Vers entlang bis zur Kreuzmühle führen, dann auf einem Waldweg durch die Viermark bis nach Reimershausen, wo der Anschluss an den Salzböde-Radweg erfolgt. Für Radfahrer aus Weipoltshausen und dem Krebstal soll zeitgleich eine Anbindung entstehen.

Von Gianfranco Fain