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Hinterland Förderverein schnürt sein Paket
Landkreis Hinterland Förderverein schnürt sein Paket
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18:07 20.12.2012
Von Gianfranco Fain
Der „Förderverein für die ambulanten, pflegerischen Dienste des DRK-Krankenhauses Biedenkopf“ setzt sich auch für den Erhalt der Geburtshilfestation ein.Archivfoto Quelle: Archivfoto
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Biedenkopf

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, dieses war der letzte Teil davon - jetzt gilt es, lebbare Lösungen auf den Weg zu bringen“, sagt Willy Welsch, Geschäftsführer des DRK-Krankenhauses in Biedenkopf. Die „Hausaufgabe“ war Bestandteil der Vereinbarung, die am „Runden Tisch Geburtshilfe“ getroffen worden ist. Erhalten hat sie der Förderverein des Krankenhauses.

Der Verein wird seinen Teil dazu beitragen, dass die Einrichtung am Biedenkopfer Krankenhaus, die von der Schließung bedroht war, mittelfristig erhalten bleibt. Am Montagabend haben die Mitglieder des Fördervereins getagt und dessen Aufgaben neu festgezurrt, berichtet der Vorsitzende und Altbürgermeister Karl-Hermann Bolldorf. Der schon seit Jahren bestehen-

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de „Förderverein für die ambulanten, pflegerischen Dienste des DRK-Krankenhauses Biedenkopf“ firmiert künftig unter neuem Namen. Eine Änderung, die auch den Fokus der Vereinsaufgaben neu ausrichtet.

Der „Förderverein für die Geburtshilfe und die sonstigen pflegerischen Dienste des DRK-Krankenhauses Biedenkopf“ wird seine Zielrichtung vorrangig - aber nicht ausschließlich - auf die Geburtshilfe ausrichten. Eine Mitgliederbefragung habe die 100-prozentige Zustimmung zu diesem Vorgehen ergeben, berichtet Bolldorf.

„Der Förderverein hat großes Interesse, mit dazu beizutragen, dass die Geburtshilfestation erhalten bleibt, da dies eine Stärkung der medizinischen Versorgung in der Region gleichkommt.“

Dass zunächst für ein Jahr der Weiterbetrieb gesichert ist, wertet Bolldorf als „kleinen Erfolg“. Jetzt gelte es, ein Konzept zu erarbeiten, das zumindest mittelfristig für Sicherheit sorge.

Verein will Mobilisierungder Bevölkerung nutzen

„Dieses Konzept, das bis Mitte 2013 stehen sollte, wird die Aufgaben klar verteilen unter den Beteiligten aus der Politik, dem DRK, der Ärzteschaft, den Mitarbeitern, der Uniklinik und dem Förderverein“ steckt Welsch den nächsten Schritt inhaltlich ab.

Es könne jedoch weder um eine Lösung „koste es, was es wolle“ gehen, noch darum, Konkurrenz zu anderen Einrichtungen aufzubauen. Noch im Januar wird der Förderverein zu einer Informationsveranstaltung einladen, auf der die Ideen für die weitere Arbeit vorgestellt werden soll. Nutzen will der Vorstand dabei die aktuell „erstaunliche Resonanz und Mobilisierung und die Bereitschaft, sich einzubringen“, die die Nachricht von der drohenden Schließung der Abteilung in der Bevölkerung ausgelöst hat.

Reiner Platt, Schriftführer des Fördervereins, ist sicher, dass dieses hohe öffentliche Interesse erhalten bleiben wird: „Wir haben die Leute einmal erreicht, wir erreichen sie auch wieder.“

Zuversicht, dass der Fortbestand der Abteilung auch über das bisher vereinbarte Jahr hinaus gehen kann, verbreitet auch Pflegedienstleiter Thomas Bauer. „Trotz der wirklich harten Wochen, die hinter dem Personal liegen, sind unsere Hebammen hoch motiviert, die pflegerischen Leistungen am Krankenhaus sind ganz exzellent.“

Jetzt wird es speziell Aufgabe des Fördervereins sein, nicht nur die Attraktivität der Station „mit Hotelcharakter“  weiter zu steigern, sondern dies auch nach außen wirksam zu kommunizieren. Willy Welsch weist auf den historisch gewachsenen weiten Einzugsbereich der Klinik auch über die Landesgrenzen hinaus hin. Es reiche nahezu bis Erndtebrück. Auch aus diesem Raum verspricht sich der Förderverein mithin Unterstützung für die Arbeit der Geburtshilfe in Biedenkopf. Bolldorf: „Wir sind auf einem guten Weg.“

von Irmela Dörries

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