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Hinterland Felix Hoffarth ist bester Rinderzüchter
Landkreis Hinterland Felix Hoffarth ist bester Rinderzüchter
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10:57 13.12.2020
Unter seinen Agnus-Rindern fühlt sich Felix Hoffarth wohl. Quelle: Foto: Gianfranco Fain
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Lohra

Wieder ein Preis für die Betreiber der Eselsmühle in Lohra. Gewannen Anfang 2019 Claudia und Dieter Hoffarth den „Oskar der Biobauern“ im Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau, folgt ihnen dieses Jahr ihr Sohn und Nachfolger Felix mit einem Kategorie-Sieg beim Ceres Award. Dieser Wettbewerb der Fachzeitschrift „agrar heute“ hat zehn Unterkategorien. Felix Hoffarth gilt seit gestern als „Bester Rinderhalter im deutschsprachigen Raum“. Mehr ist auch noch möglich, denn es steht noch die Wahl des Landwirts des Jahres aus. Gestern Vormittag erfuhr der 27-Jährige von seinem Erfolg. Er habe sich schon etwas freuen können, aber wie es auf einem Bauernhof so ist: „Es war noch etwas zu tun.“

Felix Hoffarth stand seinen kalbenden Kühen bei, aber danach habe er probiert ihnen zu erklären, dass er jetzt feiern gehe.

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Mit der Verkündung des Kategorie-Siegs endete für Felix Hoffarth eine Zeit der Spannung, die Anfang September begann und die „schon sehr hoch war“. Der Preis bedeute ihm „unheimlich viel“, gesteht Hoffarth. Erstens, weil er von Fachleuten vergeben wird, und zweitens, weil er „auch eine Bestätigung für das Konzept unseres Betriebes ist“.

Auf dem Bauernhof Eselsmühle bewirtschaftet Felix Hoffarth mit der Hilfe seines Vaters und eines Mitarbeiters rund 300 Hektar. Auf den eigenen und gepachteten Böden baut Hoffarth Weizen, Dinkel, Hafer, Triticale sowie Ackerbohnen an, lässt rund 120 Angus-Rinder auf den Grasflächen weiden und zieht Mastgeflügel groß. Die Produkte gehen in die Direktvermarktung des Hofes, auf dem nebenbei auch noch Strom aus Sonnenenergie produziert wird. Die Zucht von Welsh Cob-Ponys rundet die Tätigkeit der Hoffarths ab.

Hoffarth weiß zwar, dass eine Steigerung noch möglich ist, betont aber, stolz auf das zu sein, was er erreicht habe, „weil es schon etwas Besonderes ist“. Im März kürt die Jury der Fachzeitschrift aus den zehn Kategorie-Siegern noch den „Landwirt des Jahres“.

Von Gianfranco Fain

Ceres Award

Der Ceres-Award ist eine von der Fachzeitschrift „agrarheute“ initiierte und von Sponsoren unterstützte Preisverleihung. Der Preis ist nach der römischen Göttin des Ackerbaus und Schöpferin allen Lebens auf der Erde benannt. Die Vergabe ist zweistufig. Zuerst wählt eine Jury unter den Nominierten drei Bewerber je Kategorie wie zum Beispiel Junglandwirt, Schweinehalter, Ackerbau oder Geschäftsidee ins Finale.

Um die Kategorien- sowie den Gesamtsieger zu ermitteln, bereisen Jurorenteams die Höfe im deutschsprachigen Raum. Der Gesamtsieger erhält 10 000 Euro sowie einige Nebenpreise, die Kategoriensieger je 1 000 Euro.

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