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Hinterland Auch mal aus dem Sattel gehen
Landkreis Hinterland Auch mal aus dem Sattel gehen
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10:59 03.10.2021
Vor dem Start wurden die Räder erst einmal auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft.
Vor dem Start wurden die Räder erst einmal auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft. Quelle: Sascha Valentin
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Bad Endbach

Der Flowtrail zieht jedes Jahr tausende Mountainbiker nicht nur aus Hessen, sondern auch aus den umliegenden Bundesländern in die Gemeinde an. Für unerfahrene Biker könne die zweieinhalb Kilometer lange Abfahrtsstrecke durch den Wald aber durchaus gefährlich sein, sagt Mario Dauber vom Flowtrail Sport Club (FSC).

Um Neulinge auf den Geschmack zu bringen, hat der Verein nun ein Fahrtechniktraining angeboten, bei dem erfahrene Biker den Teilnehmern die grundlegenden Techniken im Umgang mit dem Rad vermittelten.

Einen Flowtrail zu befahren, unterscheide sich grundlegend vom normalen Fahren in der Ebene, erklärte Dauber den ersten sechs Teilnehmern, die sich an diesem Tag für die geführte Runde angemeldet hatten. Das fange schon bei der richtigen Sitzposition auf dem Rad an.

„Wenn man auf einer geraden und ebenen Fläche wie einem Weg oder einer Straße fährt, sitzt man bequem auf dem Sattel“, betonte er. Sei der Untergrund jedoch lose und rutschig, wie das beim Flowtrail der Fall ist, sollte lieber in einer stehenden Position gefahren werden. „Auf diese Weise kann man mit dem Körper die Unebenheiten besser abfangen und abfedern“, verdeutlichte der Trainer.

Ein weiteres grundlegendes Element der Fahrtechnik auf dem Flowtrail ist die Geschwindigkeit. Es verstehe sich von selbst, dass man eine enge Abfahrtsstrecke, die teilweise über Stege und Wurzeln führt, nicht im Schusstempo nehmen könne. Dort sei langsames Fahren angesagt.

Und damit hätten manche Probleme, so Dauber. „Denn Geschwindigkeit bedeutet auch immer Stabilität. Aber wenn man langsam fährt, gerät man schneller aus dem Gleichgewicht.“ Deswegen forderte er die Teilnehmer schon bei der Auffahrt zum Einstieg in den Flowtrail immer wieder auf, bewusst langsam zu fahren und so ein Gespür für das Rad und das Gleichgewicht darauf zu bekommen.

Weiter gehörten auch die richtige Bremstechnik sowie das Verhalten bei Kurvenfahrten zu der rund zweistündigen Ausbildung für die Flowtrail-Einsteiger.

Wichtig: Bremsen überprüfen

Ebenso gehörte aber auch die entsprechende Überprüfung des Rads zu den Inhalten des Workshops. Vor jeder Fahrt sollte sichergestellt werden, dass die Bremsen funktionierten und keine wichtigen Teile am Rad locker sind.

Gerade für Anfänger sei es zudem ratsam, eine entsprechende Sicherheitsausrüstung zu tragen, die neben dem obligatorischen Helm auch aus Knie- und Schienbeinschonern bestehen sollte. Sie schützen nicht nur bei Stürzen, sondern auch, wenn man etwa von den Pedalen abrutscht und diese gegen das Bein schlagen, sagte Dauber.

Das komplette Training fand übrigens nicht etwa auf dem Flowtrail selbst, sondern auf dem Weg dorthin statt. „Unser Ziel ist es, dass die Teilnehmer, wenn wir am Startpunkt angekommen sind, alle sicher den Flowtrail hinunterfahren können“, erklärte Dauber. Danach sei dann alles nur noch eine Frage der Übung.

Von Sascha Valentin